
Das riesige Messegelände Berlins öffnete heute Morgen seine Tore für den ersten Tag der ITB Berlin 2026 – und Italiens Flagcarrier stand dabei im Rampenlicht. Am Stand „Italian Piazza“ – komplett mit Olivenbaum und Kopfsteinpflaster – präsentierte ITA Airways das Wachstum im Langstrecken- und inner-europäischen Bereich, das den Sommerflugplan prägen und damit die internationale Mobilität von und nach Italien maßgeblich beeinflussen wird. Die Fluggesellschaft bestätigte, dass sie ab dem 1. Mai dreimal wöchentlich die neue Nonstop-Verbindung Rom–Houston starten wird – die erste Direktverbindung zwischen den beiden Städten überhaupt – mit einer Erhöhung auf fünf Flüge pro Woche im Juni. Dieser Service festigt die Rolle von Rom-Fiumicino als transatlantisches Drehkreuz und bietet Unternehmen aus den Bereichen Energie, Ingenieurwesen und Mode in Texas eine direkte Alternative zu den überlasteten Ostküsten-Flughäfen. Gleichzeitig kehrt ITA Airways mit zwei täglichen Flügen nach London-Heathrow zurück und stellt damit eine wichtige Geschäftsreisestrecke wieder her, die Alitalia vor ihrem Zusammenbruch 2021 aufgegeben hatte. Auch die Vernetzung innerhalb Europas wird ausgebaut: Bis zu 47 wöchentliche Verbindungen verbinden Rom und Mailand-Linate mit Frankfurt, München und Hamburg, während neue saisonale Flüge nach Málaga, Valencia und Marseille das spanische und französische Streckennetz ergänzen. Die Kapazität nach Tunis wird um sieben wöchentliche Flüge erhöht, und zusätzliche Sommerflüge nach Sardinien stärken den Inlandsurlauberverkehr. Geschäftsreisende begrüßten die Neuigkeiten und hoben hervor, dass ITA durch die Mitgliedschaft in der gemeinsamen Beschaffungsplattform der Lufthansa Group bereits von durchgehenden Tarifen und Lounge-Reciprocity profitiert. Die Flottenmodernisierung bildet die Basis für das Wachstum: 106 reine Airbus-Maschinen fliegen inzwischen in ITA-Farben – davon 72 % der neuen Neo-Generation – was das Durchschnittsalter auf 6,3 Jahre senkt und die CO₂-Emissionen pro Sitzplatz zweistellig reduziert. Die Airline betonte zudem Synergien im Backoffice mit Lufthansa, darunter eine einheitliche Vertriebstechnologie und die baldige Einführung von Starlink-WLAN auf den Großraumflugzeugen. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Italiens Flaggschiff ist längst keine Restrukturierungsgeschichte mehr, sondern ein wachsender Netzwerkspieler. Die neuen Strecken bieten Entsandten mehr Direktverbindungen, verringern die Abhängigkeit von Wettbewerber-Drehkreuzen und helfen dank der Neo-Flugzeuge und SAF-Mischversuche Unternehmen, ihre Scope-3-Emissionsziele zu erreichen. Reisende sollten jedoch auf mögliche Anpassungen bei den Ticketklassen achten, da ITA die Tarifstruktur an die von Lufthansa angleicht.