
Der in Seattle ansässige Spediteur Expeditors hat am Mittag des 8. März eine regionsweite Betriebswarnung herausgegeben, in der die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten auf den Frachtverkehr beschrieben werden. Flughäfen und Seehäfen der VAE sind mit „Gelb“ bewertet – geöffnet, aber mit reduzierten Frequenzen, Slot-Engpässen und Priorität für Pharma- und Militärsendungen. Die Straße von Hormus bleibt für den kommerziellen Schiffsverkehr gesperrt, was die Reedereien zwingt, auf Sohar, Salalah oder Khor Fakkan auszuweichen. Die Luftfrachtkapazitäten erholen sich langsam: Emirates SkyCargo und Etihad Cargo haben begrenzte Frachtflüge wieder aufgenommen, während Seefrachtanbieter Container an alternativen Häfen unter Nutzung von Bill-of-Lading-„Liberties“-Klauseln entladen. Der Landverkehr zwischen den GCC-Staaten und den VAE läuft voll, doch Ausrüstungsmangel treibt die Preise in die Höhe. Für multinationale Unternehmen bedeutet dies unvorhersehbare Importpläne und ein hohes Risiko von Liegegeldern. Supply-Chain-Manager werden geraten, zeitkritische Sendungen über Muscat umzuleiten, die Zollabfertigung elektronisch vorzuziehen und zehn Tage Puffer in die Lagerbestandsplanung einzubauen. Expeditors berichtet, dass die Lagerhäuser in Dubai geöffnet bleiben, warnt jedoch, dass die Export-Zollstellen in Abu Dhabi mit reduzierten Öffnungszeiten arbeiten und medizinische Sendungen bevorzugt behandelt werden. Die Risikokarte des Spediteurs zeigt, dass Bahrain und Kuwait faktisch geschlossen sind, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Umschlagsvolumen nach vollständiger Wiedereröffnung des Hafens Jebel Ali dorthin umgeleitet werden – mit möglichem Anstieg der Liegezeiten gegen Ende des Monats. Expeditors wird am 10. März ein weiteres Update veröffentlichen; Kunden können sich für Echtzeit-Benachrichtigungen anmelden, um Verlagerungssendungen und Projektfracht im Zeitplan zu halten.
Quelle: Expeditors Operational Impact
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