
Eine am 6. Februar im Federal Register veröffentlichte vorläufige Endregelung (IFR) ist seit dem 9. März 2026 in Kraft und verkürzt sowie vereinfacht das Berufungsverfahren vor dem Board of Immigration Appeals (BIA) erheblich. Die DOJ-Verordnung reduziert die Frist für nicht inhaftierte Berufungsführer zur Einreichung von Schriftsätzen von bisher 30 Tagen auf nur noch 10 Kalendertage. Bei inhaftierten Fällen erfolgt die Schriftsatzfrist nun gleichzeitig, wodurch der bisher übliche gestaffelte Zeitplan, der Verfahren oft über Monate hinauszögerte, entfällt. Die Regelung erweitert zudem die Fälle, in denen ein einzelnes BIA-Mitglied eine Entscheidung eines Einwanderungsrichters ohne weitere Anhörung bestätigen kann, und legt strengere Seitenbegrenzungen fest. Das Justizministerium argumentiert, dass diese Änderungen notwendig sind, um den Rückstau von über 255.000 Fällen im Geschäftsjahr 2025 abzubauen. Immigrantenrechtsgruppen warnen jedoch, dass der verkürzte Zeitrahmen die Rechte der Berufungsführer auf ein faires Verfahren einschränkt und die ohnehin stark belasteten Anwälte überfordert. Arbeitgeber und ausländische Staatsangehörige sollten besonders aufmerksam sein: Eine negative Entscheidung zur Arbeitszertifizierung oder eine familienbasierte Ablehnung kann nun bereits nach zwei Wochen endgültig werden, wenn kein fristgerechter Schriftsatz eingereicht wird. Unternehmen, die Arbeitskräfte sponsern, sollten ihre internen Eskalationsprozesse überprüfen, um sicherzustellen, dass negative Entscheidungen umgehend an die Rechtsvertretung weitergeleitet werden. Interessierte haben bis zum 8. April Zeit, Kommentare einzureichen, doch da die Regelung bereits gilt, müssen Praktiker die neuen Fristen jetzt einhalten. Das EOIR hat eine FAQ veröffentlicht und das e-Registry-Portal aktualisiert; Mobility-Teams sollten die neuen Fristen unverzüglich an externe Anwälte und HR-Fallmanager weitergeben.
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