
Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa hat einen 48-stündigen Streik begonnen, nachdem die Vereinigung Cockpit (VC) keine Einigung zu Gehalt und Dienstplänen erzielen konnte. Dies führt zu erheblichen Flugplanstörungen, genau zu dem Zeitpunkt, an dem britische Geschäftsreisende ihre Reisen nach dem Quartalsende-Budget verstärken. Die von Lufthansa über Nacht aktualisierte Kundeninformationsseite bestätigt, dass die Langstrecken-Kapazität auf etwa 60 Prozent des Normalniveaus reduziert wurde und die meisten Kurzstreckenflüge ab Frankfurt und München – wichtige Drehkreuze für Verbindungen aus London, Manchester, Birmingham und Edinburgh – gestrichen sind. Die Schwestergesellschaften Austrian, Swiss und Brussels Airlines bieten Umbuchungsmöglichkeiten an, während Tickets für Inlandsflüge in Deutschland gegen Bahn-Gutscheine der Deutschen Bahn eingetauscht werden können. Reisebüros berichten, dass viele britische Passagiere, die über Frankfurt nach Mittel- und Osteuropa oder Indien reisen, verzweifelt nach Alternativrouten über KLM (Amsterdam) und Air France (Paris-CDG) suchen. Aufgrund der bereits angespannten Kapazitäten durch Sperrungen des Luftraums im Nahen Osten sind die Last-Minute-Tarife in der Economy-Klasse auf den verbleibenden Flügen laut ForwardKeys um mehr als 45 Prozent gestiegen. Nach EU-Verordnung 261 haben Reisende, die von einem EU-Flughafen – einschließlich Deutschland – abfliegen und deren Flüge gestrichen wurden, Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung sowie in vielen Fällen auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro. Mobilitätsmanager sollten ihre Mitarbeiter daran erinnern, Belege für Mahlzeiten und Hotels aufzubewahren und bei überlasteten Flughafenschaltern eine schriftliche Stornierungsbestätigung vom automatisierten Lufthansa-Chatbot anzufordern. Die VC warnt, dass weitere Streiks rund um die Oster-Hauptreisezeit möglich sind, falls keine Einigung erzielt wird. Unternehmen mit hohem Reiseaufkommen nach Deutschland wird empfohlen, Bahn-Alternativen in die Suchergebnisse ihrer Online-Buchungstools zu integrieren und Reisende über ihre Rechte bei Flugausfällen zu informieren.
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