
Im Vorfeld der Farrer-Nachwahl intensiviert sich der Wahlkampf: The Saturday Paper berichtet, dass Pauline Hansons One Nation eine harte Linie verfolgt und fordert, die Zahl der Daueraufenthaltsvisa auf 130.000 pro Jahr zu begrenzen, 75.000 Überzieher abzuschieben und eine Wartezeit von acht Jahren für die Staatsbürgerschaft einzuführen. Nationals-Chef Matt Canavan wies diesen Plan in einem Interview vom 4. April 2026 zurück, räumte jedoch ein, dass die eigene Einwanderungspolitik der Koalition – die in den kommenden Wochen vorgestellt wird – die Sorgen der Wähler über das schnelle Bevölkerungswachstum berücksichtigen müsse. Für globale Arbeitgeber signalisiert diese Rhetorik mögliche Gegenwinde. Obwohl One Nation derzeit keine Ministerien stellt, könnte ihr wachsender Stimmenanteil in den Regionen eine künftige Koalitionsregierung unter Druck setzen, die Fachkräftezuwanderung zu verschärfen oder die Anforderungen an Englischkenntnisse und Gehaltsgrenzen anzuheben. Canavan deutete an, härter gegen den sogenannten „Studentenvisum-Betrug“ vorzugehen, da viele ausländische Studierende Bildung als Hintertür zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung nutzten. Universities Australia warnte, dass pauschale Obergrenzen Einnahmen aus Exporten in Höhe von 29 Milliarden AUD jährlich gefährden und Forschungsetats, die auf internationalen Studiengebühren basieren, bedrohen würden. Politikanalysten weisen darauf hin, dass eine generelle Visumsobergrenze mit den Prognosen des Finanzministeriums zu Arbeitskräftemangel in den Bereichen Gesundheit, Technologie und Bauwesen kollidieren würde, wo arbeitgebergesponserte Visa im vergangenen Jahr nur 35.000 Genehmigungen ausmachten. Bran Black, CEO des Business Council of Australia, forderte die Gesetzgeber auf, „sich auf Integritätsmaßnahmen statt auf willkürliche Obergrenzen zu konzentrieren“ und verwies auf jüngste Verbesserungen bei der Bearbeitung als Beleg dafür, dass klügere Regulierung möglich ist. Der Entwurf der Koalition soll Berichten zufolge eine neue „nachfrageorientierte Obergrenze“ enthalten, die sich an wirtschaftlichen Indikatoren orientiert, sowie strengere Regeln für die Arbeit nach dem Studium – ein Mittelweg, um One Nation auszustechen, ohne die Wirtschaft zu verprellen. Mobility-Teams sollten die Debatte genau verfolgen; selbst wenn Obergrenzen nicht beschlossen werden, könnte die verstärkte politische Kontrolle zu strengeren Compliance-Prüfungen und langsameren ministeriellen Ausnahmen führen.
Quelle: The Saturday Paper
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