
SWISS International Air Lines beförderte zwischen Karfreitag und Ostermontag 211.527 Passagiere auf 1.657 Flügen – etwa sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2025, wie ein Bericht von Swissinfo vom 8. April 2026 unter Berufung auf Keystone-SDA-Daten zeigt. Obwohl die Gesamtzahl der Flüge um 68 sank, erreichte die Airline auf den transatlantischen Strecken nach New York, Miami und Chicago weiterhin eine durchschnittliche Auslastung von über 85 Prozent. Die Pünktlichkeit verschlechterte sich jedoch: Nur 77 Prozent der Flüge starteten innerhalb von 15 Minuten nach Plan, gegenüber 79 Prozent im Vorjahr. Betriebsleiter führen den Rückgang auf wetterbedingte Rollzeitverzögerungen in Zürich und überlastete Umsteigeprozesse an europäischen Außenstationen zurück – Faktoren, die durch das ab dem 10. April eingeführte biometrische Ein- und Ausreisesystem mit zusätzlicher Bearbeitungszeit noch verstärkt werden könnten. Für Geschäftsreisende bieten die Daten einen frühen Hinweis auf die Nach-Pandemie-Nachfrage. Freizeit-Städteverbindungen wie London, Berlin und Barcelona trugen den Großteil des Volumens, während der Verkauf von Premium-Kabinen auf Nordamerika-Strecken die Prognosen übertraf, was auf eine Erholung der Budgets für Geschäftsreisen hindeutet. SWISS reagiert darauf mit zusätzlichen Frequenzen nach Málaga, Alicante, Stockholm und Athen im Mai und erweitert so das Angebot für dienstliche Reisen. Der leichte Rückgang im Verkehrsaufkommen zeigt zudem, wie preissensibel Schweizer Kunden angesichts der Inflation geworden sind: Einige Passagiere scheinen zu Billigfliegern oder benachbarten Flughäfen gewechselt zu sein – ein Trend, den Mobilitätsmanager bei der Kostenkontrolle im Auge behalten sollten. Insgesamt bestätigen die Zahlen, dass die Schweizer Fluggesellschaft auf einem stabilen Erholungskurs bleibt, wenngleich Kapazitätsengpässe, bevorstehende Tarifverhandlungen und die ab Ende April geltenden branchenweiten Lithiumbatterie-Beschränkungen die Pünktlichkeit in der bevorstehenden Hauptsaison belasten könnten.
Quelle: SWI swissinfo.ch