
Der tschechische Open-Access-Anbieter Leo Express präsentierte am 23. April am Prager Hauptbahnhof erstmals einen in Spanien gebauten Talgo S6-Wagenzug und signalisiert damit eine strategische Ausrichtung auf längere grenzüberschreitende Zugverbindungen. Die lokbespannten Züge – mit Business-, Economy- und einem neuen Bistrowagen – sollen ab nächster Woche auf der Strecke Prag–Bratislava–Prešov verkehren, mit Zwischenhalten in Pardubice, Olmütz und Břeclav. Das Unternehmen hat drei Talgo-Züge sowie Siemens Vectron-Lokomotiven von Railpool geleast, was die Flexibilität bietet, den Betrieb bei passenden Sicherheitsbedingungen auf Polen und später auch die Ukraine auszuweiten. COO Maxim Kysil erklärte gegenüber Journalisten, dass Leo Express bereits polnische und slowakische Zulassungen anstrebt und hofft, bis Jahresende Krakau und Košice anzufahren. Die Maßnahme reagiert auf die hohe Nachfrage nach komfortablen, mit WLAN ausgestatteten Alternativen zu Kurzstreckenflügen und langen Autofahrten. Für tschechische Arbeitgeber verspricht der neue Service schnellere und umweltfreundlichere Verbindungen zu wichtigen regionalen Märkten. Die durchgehende Fahrzeit Prag–Bratislava beträgt knapp unter vier Stunden, an Bord gibt es Steckdosen und Ruhebereiche, die gezielt Geschäftsreisende mit Laptop ansprechen. Der Bistrowagen bietet regional bezogene Speisen an, was Teil des ESG-Konzepts des Anbieters ist. Mobilitätsmanager sollten die Einführung genau beobachten: Leo Express arbeitet an Firmenrabatten und integrierten Ticket-Hotel-Paketen. Frühbucher könnten von Soft-Launch-Tarifen und bevorzugter Sitzplatzvergabe im ersten Betriebsommer profitieren.
Quelle: Zdopravy.cz
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