1. Globale Mobilitätsnachrichten
  2. /
  3. Großbritannien
  4. /
  5. Das Innenministerium stellt drei Chief Technology Officers ein, um die digitale Grenzmodernisierung voranzutreiben

Das Innenministerium stellt drei Chief Technology Officers ein, um die digitale Grenzmodernisierung voranzutreiben

Mai 8, 2026
·
Das Innenministerium stellt drei Chief Technology Officers ein, um die digitale Grenzmodernisierung voranzutreiben
Das britische Innenministerium hat eine hochkarätige Rekrutierungskampagne für drei Chief Technology Officers (CTOs) gestartet, die dafür verantwortlich sind, die IT-Systeme für Grenzkontrolle, Reisepässe und Einwanderung am Laufen zu halten – und vor allem fit für die nächste Welle der digitalen Transformation zu machen. Zwei der neuen CTOs werden in der Abteilung Migration & Borders Digital tätig sein, die mit einem Budget von 1,8 Milliarden Pfund die elektronischen Flughafentore (e-Gates), die Plattform für elektronische Reisegenehmigungen (ETA), das Visafallbearbeitungssystem sowie den digitalen Identitäts- und „View and Prove“-Service für den Einwanderungsstatus betreibt, der von Arbeitgebern und Vermietern genutzt wird. Der dritte CTO wird die Enterprise Services leiten, die für die cloudbasierten Netzwerke und Endnutzertechnologien des Innenministeriums mit über 35.000 Mitarbeitern verantwortlich sind. Erfolgreiche Bewerber, die bis zu 105.000 Pfund verdienen können und eine Sicherheitsüberprüfung bestehen müssen, können in Cardiff, Croydon, Glasgow, Manchester oder Sheffield arbeiten. Die Bewerbungsfrist endet am 24. Mai.

Diese Stellen verdeutlichen, wie stark das zukünftige Grenzmodell Großbritanniens von Technologie abhängt. Die Minister streben an, dass 100 Prozent der Passagiere – einschließlich visafreier Besucher – vor der Reise eine ETA besitzen, und planen, den Papier- und biometrischen Aufenthaltstitel bis 2027 durch ein vollständig digitales „eVisa“ zu ersetzen. Migration & Borders Digital verarbeitet bereits 76 Millionen automatisierte Grenzübertritte pro Jahr und trifft ETA-Entscheidungen in „etwa 45 Sekunden“, so der Generaldirektor der Abteilung, Mike McCarthy. Die Kernaufgabe der neuen CTOs wird es sein, diese Zahl auf hunderte Millionen Reisen zu skalieren und dabei die Systemstabilität zu gewährleisten.

Das Innenministerium stellt drei Chief Technology Officers ein, um die digitale Grenzmodernisierung voranzutreiben


Für Arbeitgeber und Teams im Bereich globale Mobilität stehen viel auf dem Spiel. Jede Störung bei den e-Gates oder der ETA-Verarbeitung kann zu Warteschlangen, verpassten Anschlussverbindungen und einem Reputationsverlust für internationale Mitarbeiter führen. Die Entscheidung des Innenministeriums, die CTO-Verantwortung zwischen passagierorientierten Systemen und der Backoffice-IT aufzuteilen, soll theoretisch für mehr Klarheit in der Zuständigkeit und schnellere Reaktionen bei Vorfällen sorgen. Die ausgeschriebenen Positionen legen zudem Wert auf „Service Design“ und „nutzerzentrierte“ Umsetzung, was signalisiert, dass die Regierung Technologieführer sucht, die Bürokratie für Reisende und Sponsoren abbauen können – und nicht nur Server am Laufen halten.

Praktisch sollten Unternehmen, die auf Just-in-Time-Reisen angewiesen sind oder Starttermine an Visumsbescheide koppeln, in diesem Sommer Pufferzeiten einplanen, da sich die neuen Führungskräfte noch einarbeiten werden. Außerdem sollten sie die bevorstehenden Überprüfungen der CTOs bei Dienstleistern im Blick behalten: Mehrjährige Verträge für Passdruck, Cloud-Hosting und biometrische Algorithmen im Wert von mehreren hundert Millionen Pfund stehen in den nächsten 12 bis 18 Monaten zur Neuvergabe an und könnten die Servicequalität beeinflussen.

Langfristig bestätigt die Rekrutierung den Kurs des Innenministeriums hin zu einer vollständig digitalisierten Grenze, an der Einwanderungsstatus, Reiseverlauf und Risikodaten in Echtzeit verknüpft werden. Unternehmen mit Reisenden nach Großbritannien müssen sicherstellen, dass ihre Personal-, Reisebuchungs- und Datenschutzrichtlinien mit diesem Ökosystem kompatibel sind – andernfalls droht ihnen ein Platz in der langsamen Warteschlange der e-Gates.
Quelle: The Register

Wie VisaHQ helfen kann

VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Großbritannien.

Visa- und Einwanderungsteam @ VisaHQ

Das Expertenteam für Visa und Einwanderung von VisaHQ hilft Einzelpersonen und Unternehmen, die globalen Reise-, Arbeits- und Aufenthaltsanforderungen zu bewältigen. Wir kümmern uns um die Dokumentenvorbereitung, die Einreichung von Anträgen, die Koordination mit Regierungsbehörden und alle Aspekte, die notwendig sind, um schnelle, konforme und stressfreie Genehmigungen zu gewährleisten.

Redaktionelle Richtlinien
×