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Hafen Motril führt biometrische EU-Ein- und Ausreisekioske vor dem Fähransturm im Sommer ein

Mai 8, 2026
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Hafen Motril führt biometrische EU-Ein- und Ausreisekioske vor dem Fähransturm im Sommer ein
Die maritimen Einfallstore Spaniens holen gegenüber den Flughäfen auf, da das EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) auf Seehäfen ausgeweitet wird. Die Hafenbehörde von Motril – die Andalusien mit Nordafrika verbindet – hat einen Auftrag im Wert von 2,9 Millionen US-Dollar an SIA-Indra vergeben, um containerisierte biometrische Kabinen zu installieren. Diese erfassen Fingerabdrücke, Gesichtsaufnahmen und Passdaten von Nicht-EU-Reisenden vor dem Ein- oder Aussteigen. Jedes Selbstbedienungsmodul wird mehrere Kioske enthalten, die von Nationalpolizisten überwacht werden. Die Daten fließen direkt in die EU-weite EES-Datenbank ein, wodurch manuelle Passstempel entfallen und die Überwachung von Aufenthaltsüberschreitungen verschärft wird. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent durch den EU-Innenfonds, der Rest wird von Puertos del Estado getragen. Die Einführung ist für Ende Juni geplant, wenn der Fährverkehr während der jährlichen Operación Paso del Estrecho (OPE) mit über drei Millionen Passagierbewegungen über die Straße von Gibraltar seinen Höhepunkt erreicht. Für Reedereien und Reiseveranstalter bedeutet die Umstellung, zusätzliche Pufferzeiten in die Fahrpläne einzubauen und Passagiere – insbesondere Erstbesucher aus Nordafrika – darauf hinzuweisen, sich, wo möglich, vorab über die offizielle EES-App zu registrieren. Die Hafenbehörde betont, dass Rückkehrer schneller abgefertigt werden, da biometrische Vorlagen etwa zwei Jahre gültig bleiben, die Erstregistrierung jedoch zwei bis drei Minuten pro Person dauert. Das Projekt in Motril dient als Pilot für kleinere internationale Häfen Spaniens wie Almería und Alicante, die noch in diesem Jahr ähnliche Systeme ausschreiben werden. Die Behörden versichern, dass die Technologie den Frachtverkehr nicht verlangsamt, da Lkw-Fahrer spezielle Spuren mit Handscannern nutzen werden. Dennoch sollten Mobilitätsmanager, die Projektladungen oder Gruppenreisen organisieren, die Leistungszahlen zu Beginn des Sommers genau beobachten und gegebenenfalls Notfallpläne anpassen, falls sich Warteschlangen bilden. Über die operative Ebene hinaus signalisiert das Upgrade, dass ETIAS – das europäische Reisegenehmigungssystem für visumfreie Staatsangehörige – weiterhin für Ende 2026 geplant ist. Unternehmen, die Mitarbeiter zwischen Spanien und Nordafrika pendeln lassen, wird empfohlen, beide Anforderungen jetzt in ihre Reiserichtlinien aufzunehmen, um kurzfristige Störungen zu vermeiden.
Quelle: Portal Portuario

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