
Indien und die Niederlande nutzten den Besuch von Premierminister Narendra Modi in Den Haag am 16. und 17. Mai 2026, um die zwischenmenschlichen Beziehungen an die Spitze ihrer bilateralen Agenda zu setzen. In einer gemeinsamen Erklärung, die in den frühen Morgenstunden des 17. Mai veröffentlicht wurde, bestätigten die beiden Premierminister die Unterzeichnung eines speziellen Memorandums of Understanding (MoU) zu Migration und Mobilität sowie eines umfassenden Pakets von 17 Abkommen, die Halbleiter, Verteidigungskooperation und grünen Wasserstoff abdecken.
Laut indischen Regierungsvertretern schafft das MoU einen rechtlichen Rahmen für eine „faire und zirkuläre“ Mobilität von Studierenden, Forschern und hochqualifizierten Fachkräften zwischen den beiden Volkswirtschaften. Niederländische Universitäten können künftig mehr indische Absolventen aus den MINT-Fächern rekrutieren, während indische IT- und Ingenieurunternehmen einen beschleunigten Weg erhalten, niederländische Mitarbeiter für kurzfristige Einsätze nach Indien zu entsenden.
Das Abkommen verpflichtet beide Seiten zudem, ein Pilotprogramm für junge Fachkräfte zu starten, das jährlich bis zu 1.000 zweijährige Arbeitserlaubnisse vorsieht, angelehnt an Indiens Abkommen mit dem Vereinigten Königreich aus dem Jahr 2023. Für globale Mobilitäts- und HR-Teams ist die wichtigste Neuerung prozedural: Die beiden Regierungen werden Indiens IVFRT-Plattform (Immigration, Visa, Foreigners Registration & Tracking) mit dem niederländischen IND-System synchronisieren, um einen Echtzeit-Datenaustausch zu ermöglichen.
Sobald das System Mitte 2027 in Betrieb ist, müssen Unternehmen keine Papierverträge oder akademischen Zeugnisse mehr per Kurier versenden; digital verifizierte Dokumente aus dem einen Land werden vom Konsulat des anderen anerkannt. Beide Seiten gehen davon aus, dass sich die Bearbeitungszeit für Arbeitserlaubnisse von derzeit 6-8 Wochen auf unter 15 Tage verkürzen lässt.
Das MoU enthält auch Schutzmechanismen: Eine gemeinsame Taskforce wird Vermittlungsagenturen überwachen, um Vertragsänderungen und andere Missbräuche zu verhindern, und Informationen über irreguläre Migration austauschen. Der niederländische Premierminister Rob Jetten betonte, dass „geordnete und legale Wege“ für indische Talente entscheidend seien, um den prognostizierten Mangel von 120.000 IT-Spezialisten in den Niederlanden bis 2030 zu beheben und gleichzeitig Überziehungen zu verhindern.
Für indische multinationale Unternehmen in den Bereichen Halbleiter, erneuerbare Energien und maritime Wirtschaft – Schwerpunkte der umfassenderen Strategischen Partnerschaft – verspricht das Abkommen eine schnellere Entsendung niederländischer Techniker zu neuen Projekten in Gujarat, Tamil Nadu und dem Andaman-Transshipment-Hub. Mobilitätsmanager sollten jedoch die noch ausstehenden Richtlinien im Blick behalten: Die Innenministerien beider Länder müssen vor dem Start des Programms Anfang 2027 noch Umsetzungsregeln zu Gehaltsschwellen, Sozialversicherungskoordination und Krankenversicherung erarbeiten.
Laut indischen Regierungsvertretern schafft das MoU einen rechtlichen Rahmen für eine „faire und zirkuläre“ Mobilität von Studierenden, Forschern und hochqualifizierten Fachkräften zwischen den beiden Volkswirtschaften. Niederländische Universitäten können künftig mehr indische Absolventen aus den MINT-Fächern rekrutieren, während indische IT- und Ingenieurunternehmen einen beschleunigten Weg erhalten, niederländische Mitarbeiter für kurzfristige Einsätze nach Indien zu entsenden.
Das Abkommen verpflichtet beide Seiten zudem, ein Pilotprogramm für junge Fachkräfte zu starten, das jährlich bis zu 1.000 zweijährige Arbeitserlaubnisse vorsieht, angelehnt an Indiens Abkommen mit dem Vereinigten Königreich aus dem Jahr 2023. Für globale Mobilitäts- und HR-Teams ist die wichtigste Neuerung prozedural: Die beiden Regierungen werden Indiens IVFRT-Plattform (Immigration, Visa, Foreigners Registration & Tracking) mit dem niederländischen IND-System synchronisieren, um einen Echtzeit-Datenaustausch zu ermöglichen.
Sobald das System Mitte 2027 in Betrieb ist, müssen Unternehmen keine Papierverträge oder akademischen Zeugnisse mehr per Kurier versenden; digital verifizierte Dokumente aus dem einen Land werden vom Konsulat des anderen anerkannt. Beide Seiten gehen davon aus, dass sich die Bearbeitungszeit für Arbeitserlaubnisse von derzeit 6-8 Wochen auf unter 15 Tage verkürzen lässt.
Das MoU enthält auch Schutzmechanismen: Eine gemeinsame Taskforce wird Vermittlungsagenturen überwachen, um Vertragsänderungen und andere Missbräuche zu verhindern, und Informationen über irreguläre Migration austauschen. Der niederländische Premierminister Rob Jetten betonte, dass „geordnete und legale Wege“ für indische Talente entscheidend seien, um den prognostizierten Mangel von 120.000 IT-Spezialisten in den Niederlanden bis 2030 zu beheben und gleichzeitig Überziehungen zu verhindern.
Für indische multinationale Unternehmen in den Bereichen Halbleiter, erneuerbare Energien und maritime Wirtschaft – Schwerpunkte der umfassenderen Strategischen Partnerschaft – verspricht das Abkommen eine schnellere Entsendung niederländischer Techniker zu neuen Projekten in Gujarat, Tamil Nadu und dem Andaman-Transshipment-Hub. Mobilitätsmanager sollten jedoch die noch ausstehenden Richtlinien im Blick behalten: Die Innenministerien beider Länder müssen vor dem Start des Programms Anfang 2027 noch Umsetzungsregeln zu Gehaltsschwellen, Sozialversicherungskoordination und Krankenversicherung erarbeiten.
Quelle: The Economic Times