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Justizminister enthüllt: Bisher 1.712 Abschiebebescheide und 759 Abschiebungen in Irland in diesem Jahr

Mai 18, 2026
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Justizminister enthüllt: Bisher 1.712 Abschiebebescheide und 759 Abschiebungen in Irland in diesem Jahr
Nur wenige Stunden vor Beginn der neuen Sitzungswoche im Dáil berichtete die lokale Tageszeitung Roscommon Herald über aktuelle parlamentarische Daten, die zeigen, dass Irland zwischen dem 1. Januar und dem 8. Mai 2026 insgesamt 1.712 Abschiebebescheide erlassen hat. In einer schriftlichen Antwort bestätigte Justizminister Jim O’Callaghan, dass bereits 759 Personen das Land verlassen haben – davon 107 unter Zwangsbegleitung der Garda, 62 per Spezialcharterflug, 79 durch andere formelle Abschiebungen und 511 durch dokumentierte „freiwillige“ Rückkehr. Dieses Tempo stellt eine deutliche Beschleunigung im Vergleich zu den Vorjahren dar. Im gesamten Jahr 2025 wurden 4.700 Abschiebebescheide erlassen (was bereits einem Anstieg von 96 % gegenüber 2024 entspricht), während es 2023 nur 867 waren. Behörden führen den Anstieg auf eine Kombination aus strengeren Grenzkontrollen, schnelleren Bearbeitungen offensichtlich unbegründeter Asylanträge und die Umsetzung des International Protection Act 2025 zurück, der die Fristen für Berufungen verkürzt. Für Unternehmen sind diese Zahlen eine Warnung: Verstöße gegen Einwanderungsbestimmungen führen heute wahrscheinlicher denn je zu Durchsetzungsmaßnahmen. Arbeitgeber, die Inhaber von Critical Skills- oder General Employment Permits beschäftigen, sollten die Ablaufdaten der Genehmigungen proaktiv überwachen und Verlängerungen mindestens vier Monate im Voraus beantragen. Firmen, die Studierende oder Angehörige mit Stamp 2- oder Stamp 1G-Status beschäftigen, müssen sicherstellen, dass Anträge auf Statusänderungen (z. B. vom Abschluss- zum Arbeitsvisum) vor Ablauf der aktuellen Erlaubnisse eingereicht werden, da Überziehungszeiten nun häufiger zu negativen Entscheidungen und anschließenden Abschiebebescheiden führen. Die Stellungnahme des Ministers weist zudem auf Kapazitätsengpässe beim Garda National Immigration Bureau (GNIB) hin: Zwei Charterflüge haben in diesem Jahr bereits 96 Personen abgeschoben, darunter 33 EU-Bürger aufgrund strafrechtlicher Abschiebebescheide. Charterabschiebungen sind teuer und administrativ aufwendig, weshalb im zweiten Halbjahr 2026 vermehrt kleinere, ad-hoc-Kommerzialflüge zur Abschiebung eingesetzt werden könnten, um Kosten zu sparen. Globale Mobilitätsteams sollten irische Entsandte über die Realität der Ausreisekontrollen informieren: Irland führt weiterhin nur begrenzte routinemäßige Ausreisekontrollen durch, sodass Personen mit aktiven Abschiebebescheiden gelegentlich unbemerkt ausreisen. Arbeitgeber, die feststellen, dass ein Mitarbeiter stillschweigend das Land verlassen hat, sollten umgehend rechtlichen Rat einholen, um mögliche Risiken im Rahmen der Employment Permits Acts zu prüfen und das Ende der Gehaltszahlungen zu dokumentieren.
Quelle: Roscommon Herald

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