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Australien schließt Migrationsprogramm 2026-27 ab: Mehr Plätze für Fachkräfte und Partner, strengere regionale Quoten

Mai 21, 2026
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Australien schließt Migrationsprogramm 2026-27 ab: Mehr Plätze für Fachkräfte und Partner, strengere regionale Quoten
Das australische Innenministerium hat die endgültigen Planungszahlen für das dauerhafte Migrationsprogramm 2026-27 veröffentlicht und die Gesamtobergrenze bei 185.000 Plätzen belassen, dabei jedoch bedeutende interne Verschiebungen vorgenommen. Die wichtigste Änderung ist eine deutliche Ausrichtung auf Visa, die Arbeitgebern helfen, bereits im Land tätige Talente zu halten. Die Arbeitgebergesponserten Visa (ENS Unterklasse 186 und DAMA-Programme) steigen von 44.000 auf 58.040 Plätze, während die Skilled Independent Unterklasse 189 auf 21.090 Plätze ansteigt. Die von Bundesstaaten und Territorien nominierten Visa (Unterklasse 190) erhalten eine moderate Erhöhung auf 35.500 Plätze, was zeigt, dass lokale Regierungen weiterhin gezielte Talentströme wünschen. Im Gegensatz dazu wurde die regionale Migration stark reduziert. Der Regional Skilled Stream (vor allem Unterklassen 491 und 494) sinkt von 33.000 auf nur noch 14.110 Plätze. Behörden argumentieren, dass viele regionale Stellen inzwischen besser über Arbeitgebergesponsorte Visa besetzt werden können als über punktebasierte Programme, doch Unternehmen außerhalb der Großstädte warnen, dass dies zu erneuten Arbeitskräftemangel in Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus führen könnte. Die Familienmigration bleibt mit 52.460 Plätzen weitgehend stabil, wobei Partner-Visa um 1.000 Plätze zulegen, während Eltern-Visa um 1.440 Plätze reduziert werden – was die ohnehin langen Wartezeiten von teils über zehn Jahren weiter verlängert. Die Kategorie Talent & Innovation (unter anderem das National Innovation Visa) wird auf 3.500 Plätze reduziert, was höhere Anforderungen an direkte „Super-Skill“-Bewerber signalisiert, aber außergewöhnlichen Unternehmern weiterhin Chancen bietet. Für Mobility-Manager ist die Botschaft klar: Arbeitgebergesponserte Visa sind jetzt der verlässlichste Weg zur dauerhaften australischen Aufenthaltsgenehmigung. Unternehmen mit temporären Fachkräftemangel-Visa (TSS 482) sollten einen zweijährigen Übergangsplan zum ENS 186 entwickeln und sicherstellen, dass die Gehälter der ab Juli 2026 geltenden TSMIT-Indexierung entsprechen. Absolventen und Berufseinsteiger, die auf Einladungen für Skilled Independent hoffen, müssen wettbewerbsfähige Punkte sammeln und die Obergrenzen der Berufe genau beobachten, da Gesundheits-, Bildungs- und Bauberufe die letzten Runden dominieren. Schließlich bedeutet die anhaltende Bevorzugung von Bewerbern, die sich bereits in Australien aufhalten – 70 Prozent aller Plätze –, dass entsandte Mitarbeiter im Land einen deutlichen Vorteil genießen. Talente aus dem Ausland können weiterhin erfolgreich sein, jedoch nur in schwer zu besetzenden Positionen, bei denen Arbeitgeber umfassende lokale Rekrutierungsbemühungen nachweisen. Mobility-Teams sollten sich daher auf längere Vorlaufzeiten und strengere Arbeitsmarktprüfungen bei der Rekrutierung aus dem Ausland einstellen.
Quelle: Work Visa Lawyers

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