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Pfingsturlaub beginnt mit starken Staus an den österreichischen Grenzen trotz neuer „Ausreiseverbote“

Mai 24, 2026
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Pfingsturlaub beginnt mit starken Staus an den österreichischen Grenzen trotz neuer „Ausreiseverbote“
Österreichs erstes großes Ferienwochenende des Jahres hat begonnen – und damit auch die Staus. Bereits in den frühen Morgenstunden des 23. Mai bildeten sich auf der deutschen A8 Richtung Walserberg-Stelle lange Warteschlangen, die sich bis auf die österreichischen Westautobahn (A1) und Tauernautobahn (A10) ausweiteten. Der österreichische Automobilclub ÖAMTC meldete vor Mittag Verzögerungen von über einer Stunde, während ORF-Korrespondenten auf den Inntal- und Brennerachsen in Tirol Stop-and-go-Verkehr auf fast 30 Kilometern beobachteten. Salzburg und Tirol setzen ein umstrittenes Mittel ein, um Transitverkehr aus den Ortszentren fernzuhalten: sogenannte „Abfahrtssperren“, temporäre Ausfahrtsverbote, die den Durchgangsverkehr auf der Autobahn halten. Diese Maßnahme, die nach dem Rekordstau von 50 Kilometern auf der Tauernautobahn im letzten Jahr getestet wurde, wurde zwischen Puch-Urstein und Zederhaus auf der A10 sowie auf mehreren Nebenstraßen südlich von Salzburg aktiviert. Polizeikontrollen auf deutschen Nebenstraßen sollen zudem das Umfahren über Navigations-Apps verhindern. Während die Strategie offenbar Staus in den Ortszentren verhindert, hat sie Auswirkungen auf Busunternehmen und Umzugsfirmen, die normalerweise Pausen außerhalb der Autobahn planen. Unternehmen, die Mitarbeiter in den Süden verlegen, wird empfohlen, Parkplätze an Raststätten im Voraus zu reservieren und Fahrer genau über die Grenzen des Verbots zu informieren: Unbefugte Ausfahrten können mit bis zu 300 Euro Bußgeld geahndet werden. Weiter südlich kam es im Brennerkorridor bereits zu ersten Staus, die sich mit Beginn der italienischen Schulferien noch verschärfen dürften. In Kombination mit der für nächste Woche geplanten Blockade am Brenner stehen Mobilitätsmanager vor einer Doppelbelastung: Wochenendspitzen im Freizeitverkehr gefolgt von einem Stillstand unter der Woche. Luft- und Bahnverbindungen ab München und Wien verzeichnen bereits höhere Auslastungen. Die Behörden rechnen damit, dass der Stauhöhepunkt am späten Nachmittag abklingt, weisen aber darauf hin, dass auch der Karawankentunnel (A11) Richtung Slowenien und der Grenzübergang Spielfeld (Richtung Kroatien) mit Wartezeiten von bis zu 45 Minuten zu rechnen ist. Unternehmen mit zeitkritischen Lieferungen sollten Übernachtungsfenster oder alternative Routen über Ungarn in Betracht ziehen.
Quelle: ORF Salzburg

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