
Das Betriebsbulletin der Lufthansa Group für Reisebüros meldete einen unangekündigten Streik des Fluglotsenanbieters Skeyes am Flughafen Brüssel National am 2. Juni zwischen 14:00 und 21:00 Uhr Ortszeit. Der Ausstand führte zur Streichung oder Verspätung zahlreicher Flüge von Austrian Airlines (OS), Brussels Airlines, Lufthansa und SWISS. Geschäftsreisende in Wien berichteten, dass insbesondere Berater und EU-Affairs-Mitarbeiter, die zwischen Wien und den belgischen Institutionen pendeln, betroffen waren; mehrere OS-Flüge der frühen Abendrotation OS 352/353 wurden aus dem Flugplan genommen, was kurzfristige Umbuchungen über Frankfurt erforderlich machte. Passagiere erhielten Kulanzcodes für einmalige kostenfreie Umbuchungen oder Erstattungen. Da der Streik als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft wurde, greift keine EU261-Entschädigung, jedoch haben Reisende Anspruch auf Fürsorgeleistungen. Austrian Airlines riet Kunden dringend davon ab, zum Flughafen Wien zu reisen, sofern ihr Umbuchungsflug nicht bestätigt war, und verwies auf Live-Status-Tools sowie WhatsApp-Benachrichtigungen als schnellste Informationsquellen. Der Vorfall verdeutlicht die Anfälligkeit eng getakteter Tagesrückkehr-Geschäftsreisen bei Arbeitskämpfen an wichtigen europäischen Drehkreuzen. Reise-Risikoberater empfehlen, Vorsorgemaßnahmen zu treffen – etwa Übernachtungen oder Bahn-Alternativen –, wenn kritische Termine auf gleichbleibende Brüssel-Verbindungen am selben Tag während der intensiven Legislaturperiode angewiesen sind.
Quelle: Lufthansa Group eXperts bulletin
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