
Rom hat am 12. Juni 2026 schnell gehandelt, um den neuen Migrations- und Asylpakt der Europäischen Union umzusetzen. Nur wenige Stunden nachdem das Paket aus neun Verordnungen in der gesamten Union in Kraft getreten war, veröffentlichte der italienische Ministerrat ein Notdekret, das regelt, wie das Land die Vorschriften an seinen See- und Landgrenzen anwenden wird. Das Dekret führt verpflichtende „Grenzverfahren“ für bestimmte Antragstellergruppen ein – darunter Personen aus Ländern mit niedrigen Anerkennungsquoten sowie solche, die als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.
Nach dem neuen System müssen Asylanträge, die an der Grenze gestellt werden, innerhalb von 12 Wochen geprüft, registriert und entschieden werden. Während dieser Zeit werden die Antragsteller in ausgewiesenen Einrichtungen untergebracht und dürfen das italienische Staatsgebiet nicht betreten. Diese Maßnahme stellt die bedeutendste Reform des italienischen Asylverfahrens seit dem „Salvini-Dekret“ von 2018 dar. Behörden argumentieren, dass schnelle Entscheidungen sekundäre Bewegungen innerhalb des Schengen-Raums eindämmen und Kapazitäten für Schutzbedürftige freimachen werden.
Berater für Arbeitsmigration weisen jedoch darauf hin, dass das Dekret auch die Regeln für humanitäre und Sondergenehmigungen verschärft, was es Arbeitgebern erschwert, Migranten außerhalb von Quotenprogrammen legal zu beschäftigen. Italienische NGOs reagieren besorgt: Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Centro Astalli warnt, dass die beschleunigten Verfahren Grenzregionen wie Lampedusa, Tarent und Triest in schwer kontrollierbare große Haftzonen verwandeln könnten. Rechtshilfegesellschaften planen bereits strategische Klagen vor nationalen Gerichten und dem Europäischen Gerichtshof, da die kurzen Fristen das Recht auf effektiven Rechtsschutz gefährden könnten.
Für Unternehmen hat die Reform vor allem prozedurale Folgen: Mobility-Teams müssen sich auf strengere Dokumentenkontrollen bei der Organisation von Reisen für Drittstaatsangehörige, die über Italien einreisen, einstellen und auf mögliche Verzögerungen, wenn Arbeitnehmer bei Ankunft Asyl beantragen. Multinationale Unternehmen mit saisonalen Einsätzen in Landwirtschaft und Gastgewerbe sollten zudem die kommenden Durchführungsrichtlinien beobachten, die klären werden, ob bestehende Arbeitserlaubnis-Antragsteller weiterhin auf den Asylweg wechseln können.
Mittelfristig könnte das Dekret eine neue Welle von Umsiedlungsanfragen an EU-Partner auslösen. Der Solidaritätsmechanismus des Pakts erlaubt es Italien, jährlich bis zu 30.000 anerkannte Flüchtlinge umzusiedeln oder entsprechende finanzielle Beiträge zu fordern. Personalabteilungen sollten verfolgen, welche Mitgliedstaaten sich zur Aufnahme von Schutzberechtigten bereit erklären, da dies die Möglichkeiten für sekundäre Entsendungen von Langzeitbeschäftigten beeinflussen wird.
Nach dem neuen System müssen Asylanträge, die an der Grenze gestellt werden, innerhalb von 12 Wochen geprüft, registriert und entschieden werden. Während dieser Zeit werden die Antragsteller in ausgewiesenen Einrichtungen untergebracht und dürfen das italienische Staatsgebiet nicht betreten. Diese Maßnahme stellt die bedeutendste Reform des italienischen Asylverfahrens seit dem „Salvini-Dekret“ von 2018 dar. Behörden argumentieren, dass schnelle Entscheidungen sekundäre Bewegungen innerhalb des Schengen-Raums eindämmen und Kapazitäten für Schutzbedürftige freimachen werden.
Berater für Arbeitsmigration weisen jedoch darauf hin, dass das Dekret auch die Regeln für humanitäre und Sondergenehmigungen verschärft, was es Arbeitgebern erschwert, Migranten außerhalb von Quotenprogrammen legal zu beschäftigen. Italienische NGOs reagieren besorgt: Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst Centro Astalli warnt, dass die beschleunigten Verfahren Grenzregionen wie Lampedusa, Tarent und Triest in schwer kontrollierbare große Haftzonen verwandeln könnten. Rechtshilfegesellschaften planen bereits strategische Klagen vor nationalen Gerichten und dem Europäischen Gerichtshof, da die kurzen Fristen das Recht auf effektiven Rechtsschutz gefährden könnten.
Für Unternehmen hat die Reform vor allem prozedurale Folgen: Mobility-Teams müssen sich auf strengere Dokumentenkontrollen bei der Organisation von Reisen für Drittstaatsangehörige, die über Italien einreisen, einstellen und auf mögliche Verzögerungen, wenn Arbeitnehmer bei Ankunft Asyl beantragen. Multinationale Unternehmen mit saisonalen Einsätzen in Landwirtschaft und Gastgewerbe sollten zudem die kommenden Durchführungsrichtlinien beobachten, die klären werden, ob bestehende Arbeitserlaubnis-Antragsteller weiterhin auf den Asylweg wechseln können.
Mittelfristig könnte das Dekret eine neue Welle von Umsiedlungsanfragen an EU-Partner auslösen. Der Solidaritätsmechanismus des Pakts erlaubt es Italien, jährlich bis zu 30.000 anerkannte Flüchtlinge umzusiedeln oder entsprechende finanzielle Beiträge zu fordern. Personalabteilungen sollten verfolgen, welche Mitgliedstaaten sich zur Aufnahme von Schutzberechtigten bereit erklären, da dies die Möglichkeiten für sekundäre Entsendungen von Langzeitbeschäftigten beeinflussen wird.
Quelle: Italpress
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