
Die bulgarische Außenministerin Velislava Petrova traf am 23. Juni in Sofia eine Delegation des US-Heimatschutzministeriums, um die „letzten Schritte“ für den Beitritt Bulgariens zum US-Programm für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program, VWP) zu besprechen. Offizielle erklärten, dass Bulgarien alle technischen Sicherheitsanforderungen erfüllt hat; die verbleibende Hürde ist, die Ablehnungsquote für B-1/B-2-Visa unter 3 Prozent zu senken. Die US-Seite lobte die biometrischen Pass-Updates Bulgariens sowie die Datenabkommen und fügte hinzu, dass eine Aufnahme ins VWP bereits im ersten Quartal 2027 möglich sei, sofern sich die Kennzahlen verbessern. Wirtschaftsverbände beider Länder begrüßten die Nachricht und prognostizieren einen Anstieg des bilateralen Reiseverkehrs um 25 Prozent sowie einen Schub für Nearshoring-Projekte, die auf einfachen Zugang zu den USA angewiesen sind. Für US-Multinationale mit Niederlassungen in Osteuropa würde der erwartete VWP-Beitritt Bulgariens die Bearbeitungszeiten für Visa von Monaten auf Minuten per ESTA-Genehmigung reduzieren und somit die Kosten für Entsendungen senken. Mobility-Manager sollten die im Oktober veröffentlichten Ablehnungsquoten genau beobachten und interne Kommunikationsmaßnahmen für bulgarische Mitarbeiter vorbereiten, sobald das Heimatschutzministerium die endgültige Regelung veröffentlicht. Diese Entwicklung signalisiert zudem Washingtons umfassendere Strategie, die Sicherheitskooperationen in der Schwarzmeerregion zu vertiefen und gleichzeitig Mobilitätsanreize zu nutzen.
Quelle: Bulgarian News Agency (BTA)