
In einem Meinungsbeitrag, der am 21. Juni 2026 veröffentlicht wurde, analysierte der US-Einwanderungsanwalt Michael J. Gurfinkel das neu erschienene Visa Bulletin des Außenministeriums für Juli 2026 und warnte davor, dass mehrere familien- und arbeitsbasierte Visakategorien nach kurzen Fortschritten „rückläufig werden oder nicht mehr verfügbar sein könnten“. In der Philippine Star appellierte Gurfinkel insbesondere an Antragsteller mit genehmigten Petitionen in den Kategorien F-3 (verheiratete Söhne und Töchter von US-Bürgern) und EB-3 (Facharbeiter/Professionals), schnell zu handeln, wenn ihre Prioritätsdaten länger als ein Jahr aktuell sind. Das Bulletin zeigt zwar leichte Fortschritte bei F-1 Philippinen (unverheiratete Söhne und Töchter von US-Bürgern), doch EB-3 Philippinen bleibt weiterhin auf März 2019 stehen, und EB-2 Indien wird im August voraussichtlich um bis zu vier Monate zurückfallen. Gurfinkel warnte, dass Antragsteller, die Fristen für die Einreichung von Dokumenten beim National Visa Center (NVC) versäumen, Gefahr laufen, dass ihre Fälle gemäß INA Abschnitt 203(g) beendet werden. Für multinationale Arbeitgeber signalisiert die Analyse anhaltende Schwankungen in den arbeitsbasierten Green-Card-Warteschlangen, was die langfristige Personalplanung erschwert – gerade jetzt, wo die H-1B-Kapazitätsrunde für das Geschäftsjahr 2027 beginnt. Mobility-Manager sollten die monatlichen Bulletins genau verfolgen, alternative Strategien zur Arbeitserlaubnis vorbereiten (wie L-1-Verlängerungen oder E-2-Visa, wo möglich) und Budget für Premium-Processing einplanen, falls sich ein Stichtag plötzlich nach vorne verschiebt. Der Beitrag unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung von Strategien zum Schutz der Prioritätsdaten, etwa durch Wechsel von EB-3 zu EB-2, wo möglich, sowie die rechtzeitige Einreichung von Anträgen auf Statusanpassung, wenn die Daten im „Dates for Filing“-Chart aktuell sind. Abschließend erinnerte der Anwalt daran, dass das neue USCIS-Policy-Memorandum PM-602-0199 vom 21. Mai 2026 betont, dass die Statusanpassung im Ermessen der Behörde liegt – gut dokumentierte persönliche Umstände sind daher wichtiger denn je. Alle Beteiligten sollten die Visa Bulletins für Juli und August genau beobachten; ein Worst-Case-Rückschritt könnte Tausende von Antragstellern, die bereits mit temporären Visa in den USA leben, in der Schwebe halten und Arbeitgeber zwingen, Nachfolge- und Bindungspläne neu zu überdenken.
Quelle: The Philippine Star
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