
Minuten nach der Entscheidung zur Einreisebegrenzung veröffentlichte der Oberste Gerichtshof eine zweite 6-3-Meinung, die dem Heimatschutzministerium (DHS) erlaubt, den vorübergehenden Schutzstatus (TPS) für schätzungsweise 330.000 Haitianer und 6.100 Syrer aufzuheben, die legal in den USA leben und arbeiten – einige davon seit mehr als einem Jahrzehnt. Der TPS schützt Ausländer vor Abschiebung und gewährt Arbeitserlaubnis, wenn die Lage im Heimatland als zu gefährlich für eine Rückkehr eingestuft wird. DHS-Beamte erklären, dass die Arbeitserlaubnisse bis zum Ende der aktuellen Registrierungsperiode gültig bleiben, die Betroffenen sich jedoch innerhalb von 12 Monaten nach Bekanntgabe im Bundesanzeiger – voraussichtlich Anfang Juli – auf eine Ausreise oder einen anderen Einwanderungsweg vorbereiten müssen. Arbeitgeber, die auf haitianische oder syrische Fachkräfte angewiesen sind, insbesondere in Gesundheitswesen, Baugewerbe und Gastgewerbe in Bundesstaaten wie Florida, New York und Massachusetts, müssen ihre I-9-Unterlagen überprüfen, die Mitarbeiter über Alternativen (Familienbasierte Petitionen, EB-3-Visa, Asyl, Studentenstatus) informieren und mögliche Personalengpässe einplanen. Mobility-Teams in Unternehmen sollten mit Anträgen auf humanitären Urlaub rechnen und Möglichkeiten für kurzfristige Einsätze in Kanada oder der EU prüfen, wo einige Fachkräfte für innerbetriebliche Versetzungen infrage kommen. Versicherer warnen, dass Unterbrechungen der Arbeitserlaubnis COBRA-Verpflichtungen auslösen und die Prämien für betriebliche Krankenversicherungen beeinflussen könnten. Politisch ist das Urteil ein bedeutender Erfolg für das Weiße Haus, das die Einwanderung über Arbeitsplätze verschärfen will. Befürworter kündigen an, den Kongress zu einer gesetzlichen Lösung zu drängen, da viele TPS-Inhaber Steuern zahlen und in den USA geborene Kinder haben. Bis dahin müssen globale Mobility-Manager schnell handeln: Sobald die Auslaufphase beginnt, wird USCIS voraussichtlich keine Ermessensverlängerungen mehr gewähren.
Quelle: Associated Press
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