
Dichter Strahlungsnebel legte sich in den frühen Morgenstunden des 29. Juni über Teile Dubais und zwang die Flugverkehrskontrolle am Dubai International Airport (DXB), Verfahren für schlechte Sicht (LVP) einzuleiten. Laut Echtzeitwarnungen der Luftfahrtdatenplattform AtlasIQ kam es zwischen 04:15 und 08:30 Uhr bei Abflügen und Ankünften zu durchschnittlichen Verspätungen von 90 bis 120 Minuten. Emirates leitete drei ankommende Großraumflugzeuge auf den Al Maktoum International Airport (DWC) und nach Muscat um, während flydubai die Crews anwies, zusätzlich 30 Minuten Holding-Treibstoff mitzuführen. Die Bodenabfertiger Dnata und Transguard Group aktivierten Notfallpläne und setzten zusätzliche Fahrer auf dem Vorfeld ein, um Fahrzeuge zu begleiten und das Risiko von Pistenverletzungen zu minimieren. Die Auswirkungen trafen vor allem wichtige Geschäftsreisestrecken: EK029 nach London-Heathrow startete mit 40 Minuten Verspätung, und bei EY5403 (Codeshare von Emirates und Etihad nach Riad) verpassten Passagiere Anschlussflüge nach Europa. Geschäftsreisende sollten auch am Nachmittag mit weiteren Störungen rechnen, da Airlines Flugzeuge und Crews umdisponieren. DXB verzeichnet durchschnittlich 1.100 Flugbewegungen täglich; selbst kurze LVP-Phasen können den eng getakteten Flugplan erheblich durcheinanderbringen. Dubai Airports rät Passagieren, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und die Smartphone-App für aktuelle Gate-Informationen zu nutzen. Reisende mit wichtigen Terminen könnten eine Umbuchung über Abu Dhabi (AUH) oder den Express-Service mit Emirates Chauffeur in Erwägung ziehen, um verpasste Meetings zu vermeiden. Meteorologen des Nationalen Meteorologischen Zentrums der VAE (NCM) prognostizieren für die Nacht ähnliche Luftfeuchtigkeitswerte, was die Wahrscheinlichkeit weiteren Nebels am 30. Juni erhöht. Unternehmen mit zeitkritischer Fracht über DXB sollten Puffer einplanen oder Kapazitäten am Frachtterminal in Sharjah prüfen.
Quelle: AtlasIQ Flight-Alert Dashboard