
Bei derselben Presseveranstaltung, bei der der Meilenstein von über einer Million Anträgen verkündet wurde, stellte Ministerpräsident Pedro Sánchez einen Integrations- und Staatsbürgerschaftsplan in Höhe von 500 Millionen Euro vor, der zunächst über 12 Monate laufen und Teil der sozialen Kohäsionsstrategie Spaniens bis 2030 sein wird. Das Kernstück des Plans ist die Einrichtung einer neuen Agentur für menschliche Mobilität, die die Bearbeitung von Aufenthaltsgenehmigungen in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inklusion und der Nationalpolizei koordinieren soll, um Wartezeiten bei der Fingerabdrucknahme und der Ausstellung von Karten zu verkürzen. Fast 30 Millionen Euro sind für intensive Spanisch-Sprachkurse vorgesehen, während zusätzliche Mittel die Anzahl der Ausbildungsplätze in Branchen mit Fachkräftemangel erhöhen sollen. Für Unternehmen bietet sich der unmittelbarste Vorteil in Form eines speziellen Schnellservice-Schalters für Arbeitgeber, die regulierte Migranten einstellen. Laut Regierungsunterlagen, die mit Sozialpartnern geteilt wurden, erhalten Unternehmen, die sich zu einem „Integrationspakt“ verpflichten, Unterstützung durch Fallmanager und bevorzugte Termine für TIE-Anträge. Im Gegenzug müssen sie faire Lohnstandards einhalten und sich Anti-Ausbeutungsprüfungen unterziehen. Das Paket umfasst zudem Startfinanzierungen für zwölf regionale „Mobilitätshubs“, die Arbeitssuchende mit Stellen außerhalb der größten Metropolregionen Spaniens zusammenbringen sollen. Personalverantwortliche in Industriegebieten wie Aragón und Castilla-La Mancha könnten so Zugang zu Arbeitskräften erhalten, die bereit sind, innerhalb des Landes umzuziehen. Während NGOs die finanzielle Unterstützung begrüßten, warnten sie, dass 500 Millionen Euro nur 0,03 % des spanischen BIP ausmachen und möglicherweise nicht ausreichen, wenn auch nur die Hälfte der Antragsteller Sprach- oder Weiterbildungsbedarf hat. Die Opposition hingegen kritisiert, der Plan könne als „Anreiz“ wirken, wenn er nicht mit strengeren Grenzkontrollen einhergehe. Für den Moment bietet die Politik jedoch praktische Instrumente, die globale Mobilitätsteams bei der Integration der neu regulierten Arbeitskräfte nutzen können.
Quelle: Agencia EFE
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