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Flughafen Wien führt CT-Scanner ein und hebt ab 3. Juli 2026 die 100-ml-Flüssigkeitsregel auf

Juli 4, 2026
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Flughafen Wien führt CT-Scanner ein und hebt ab 3. Juli 2026 die 100-ml-Flüssigkeitsregel auf
Ab Freitag, dem 3. Juli 2026, sind an allen Sicherheitskontrollspuren am Flughafen Wien-Schwechat neue Computertomographie-(CT)-Scanner im Einsatz – die bedeutendste Veränderung bei der Passagierkontrolle in Österreich seit der Einführung der 100-Milliliter-Flüssigkeitsregel vor zwei Jahrzehnten. Die 25 Millionen Euro teure Modernisierung umfasst 35 Scanner, die hochauflösende, dreidimensionale Bilder des Handgepäcks erstellen können. Da das System automatisch feste und flüssige Sprengstoffe erkennt, müssen Reisende Laptops, Tablets oder Flüssigkeiten bei der Kontrolle nicht mehr auspacken; Behälter bis zu zwei Litern dürfen im Handgepäck bleiben.

Julian Jäger, COO des Flughafens, betonte, dass die Umstellung bewusst auf das erste schulfreie Wochenende gelegt wurde, wenn die Passagierzahlen traditionell stark ansteigen. Während der sanften Testphase im Juni lagen die durchschnittlichen Wartezeiten bei fünf Minuten, und das Management erwartet ähnliche Werte während der Sommer-Hauptreisezeit. Dennoch rät der Flughafen Reisenden, frühzeitig anzureisen, da sich Personal und Passagiere noch an die neuen Abläufe gewöhnen und gleichzeitig Bauarbeiten an der A4-Zufahrt andauern.

Flughafen Wien führt CT-Scanner ein und hebt ab 3. Juli 2026 die 100-ml-Flüssigkeitsregel auf


Die österreichische Luftfahrtbehörde genehmigte die Scanner nach einem zweijährigen EU-Zertifizierungsprozess. Mit dieser Entscheidung reiht sich Österreich in eine kleine Gruppe europäischer Länder ein – darunter die Niederlande, Spanien und Großbritannien –, die die 100-ml-Beschränkung bereits aufgehoben haben. Da die Standards in Europa jedoch weiterhin variieren, wird Reisenden geraten, bei Rückflügen von anderen Flughäfen mit den herkömmlichen Regeln zu rechnen; im Flughafen Wien gekaufte Flüssigkeiten sollten daher versiegelt in manipulationssicheren Beuteln bleiben.

Geschäftsreisende werden aufgefordert, ihre Reiseanweisungen und Spesenrichtlinien entsprechend anzupassen. Die Möglichkeit, elektronische Geräte im Gepäck zu belassen, beschleunigt die Abfertigung in den Premium-Spuren, doch die höhere Zwei-Liter-Grenze könnte bei Befüllung der Flaschen zu Übergepäckgebühren führen. Duty-Free-Händler sehen neue Absatzchancen für große lokale Wein- und Spirituosenflaschen, die nun im Handgepäck erlaubt sind.

Mittelfristig werden die Scanner in die Erweiterung des Terminal 3 Süd integriert, die für das zweite Quartal 2027 geplant ist, um einheitliche Abläufe im Drehkreuz zu gewährleisten. Der Technologieanbieter Smiths Detection bestätigte zudem, dass Wien eine Software testet, die Lithium-Ionen-Batterien erkennt – ein zusätzlicher Vorteil für Fluggesellschaften im Kampf gegen Vorfälle mit thermischem Durchgehen im Handgepäck.
Quelle: The Local Austria

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