
Die auf Migration spezialisierte Kanzlei Kris Ahn Lawyers veröffentlichte am 6. Juli eine ausführliche Kundeninformation, die die Auswirkungen der zum 1. Juli erhöhten Visumantragsgebühren auf verschiedene Visaklassen analysiert. Während die meisten Visa um etwa 25 % teurer wurden, stiegen die Gebühren für das Employer Nomination Scheme (Subclass 186) und das Skilled Independent Visa (189) um 46 %, was jede Antragstellung um mehr als 3.000 AUD verteuert. Die Partnervisa stiegen auf 11.710 AUD – der erste Anstieg über der Inflationsrate seit vier Jahren. Die Mitteilung weist darauf hin, dass die Gebühren für das Administrative Review Tribunal nur um 4,1 % erhöht wurden, was verdeutlicht, dass die Erhöhung der Visumantragsgebühren eine gezielte strukturelle Anpassung und keine routinemäßige Indexierung ist. Die Kanzlei warnt, dass Arbeitgeber, die große Sponsoring-Kontingente planen, mit Kostensteigerungen im sechsstelligen Bereich rechnen müssen, und empfiehlt eine sofortige Überprüfung der laufenden Antragsprozesse. Antragsteller mit komplexen Familienverhältnissen oder mehreren Angehörigen sind besonders betroffen, da auch die Gebühren für zusätzliche Antragsteller parallel gestiegen sind. Die Information rät zudem, auf nachfolgende temporäre Antragsgebühren (Subsequent Temporary Application Charges, STAC) zu achten, die später im Verfahren anfallen und oft im Budget übersehen werden. Personal- und Mobilitätsverantwortliche sollten (1) die aktuellen Gebühren nach Visumsklasse und -kategorie vor Antragstellung prüfen, (2) zusätzliche Budgets für Angehörige einplanen und (3) die Kostenbeteiligungsregelungen mit gesponserten Mitarbeitenden neu bewerten. Werden die neuen Gebühren nicht berücksichtigt, kann dies zu Verzögerungen bei wichtigen Einstellungen oder zu Verstößen gegen Unternehmensbudgetvorgaben führen. Migrationsberater erwarten, dass der plötzliche Kostenanstieg die Nachfrage in kostenempfindlichen Kategorien wie Regional Skilled Work (491) und Training (407) Visa dämpfen wird, während hochpreisige, arbeitgebergesponserte Wege trotz höherer Kosten voraussichtlich weiter genutzt werden.
Quelle: Kris Ahn Lawyers
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