
Finnair veröffentlichte am 7. Juli die Verkehrszahlen für Juni 2026 und verzeichnete 1,19 Millionen Passagiere – ein Plus von 9 % im Jahresvergleich – bei einer systemweiten Auslastung von 84 %. Die Kapazität, gemessen in verfügbaren Sitzkilometern (ASK), stieg um 5,1 %, während die Passagierkilometer (RPK) um 7,9 % zunahmen, was auf höhere Erträge hinweist. Das Wachstum wurde vor allem durch die europäischen (+10 %) und Nordatlantik-Regionen (+20 %) getragen, unterstützt durch neue Flüge nach Toronto und die Rückkehr von Firmenkonferenzen in Westeuropa. Auch die Frachtvolumina wuchsen um 20,7 %, begünstigt durch Pharma-Lieferungen aus Brüssel und Express-E-Commerce-Ströme aus Hongkong über das A350-Netzwerk von Finnair. Die Pünktlichkeitsrate sank aufgrund widriger Wetterbedingungen an den kontinentalen Drehkreuzen auf 74,8 % – ein wichtiger Faktor, den Reiseverantwortliche bei Service-Level-Agreements berücksichtigen sollten. Für Mobilitätsplaner signalisieren die Zahlen ein robustes Sitzplatzangebot für das Expatriate-Umzugsfenster von August bis Oktober. Finnair-CFO Mika Stirkkinen bestätigte, dass Premium-Economy-Kabinen auf Langstrecken inzwischen 12 % des Umsatzes ausmachen und dass eine eingemottete A350 bis September reaktiviert wird, um die Nachfrage in Asien zu bedienen. Höhere Auslastungen könnten jedoch die Verfügbarkeit von Last-Minute-Tickets in der Business Class einschränken, weshalb Unternehmen wichtige Projektreisen vier Wochen im Voraus buchen sollten. Finnair bekräftigte zudem, dass die Flüge nach Israel und in den Nahen Osten bis auf Weiteres ausgesetzt bleiben, bis sich die Sicherheitslage verbessert, und die dafür vorgesehenen Flugzeuge für europäische Charterflüge umdisponiert werden. Die Airline erwartet, dass sich die Auslastung in Asien im Vergleich zu 2019 bis zum ersten Quartal 2027 normalisiert, da Überflugrechte über China und Kasachstan schrittweise zurückkehren. Reiseverantwortliche sollten ihre Budgets anpassen: Finnairs interne Prognose geht von einer 5%igen Preiserhöhung auf transatlantischen Strecken im vierten Quartal 2026 aus, bedingt durch steigende SAF-Mischvorgaben. Unternehmen mit nordischen Hauptsitzen sollten jetzt Volumenverpflichtungen prüfen, um sich die aktuellen Tarife zu sichern – insbesondere auf den neu eingeführten Strecken nach Toronto und Osaka.
Quelle: Finnair Investor News (Cision)