
Der Einwanderungsdienst Zyperns führte am 8. Juli 2026 gleichzeitig Morgendurchsuchungen in den Küstenbezirken Larnaka und Paphos durch und nahm 52 Ausländer fest, die angeblich ohne gültige Genehmigung in der Republik lebten und arbeiteten. Laut einer Polizeimitteilung wurden 24 der Festgenommenen in beschleunigte Rückführungsverfahren überführt, die voraussichtlich innerhalb weniger Stunden abgeschlossen sein sollen, während die übrigen 28 in den kommenden Tagen bearbeitet werden. Die Aktion ist Teil einer umfassenderen Durchsetzungsmaßnahme, die vom stellvertretenden Migrationsministerium angeordnet wurde, nachdem Innenministeriumsinspektoren im ersten Halbjahr 2026 einen Anstieg illegaler Beschäftigungsverhältnisse um 17 Prozent verzeichnet hatten. Die Beamten erklärten, dass sich die Razzia am Mittwoch auf Baustellen, landwirtschaftliche Genossenschaften und informelle Unterkünfte konzentrierte, die rund um die Touristenzentren Oroklini und Kissonerga entstanden sind. Arbeitgeber, die illegale Beschäftigung ermöglichen, drohen nun Geldstrafen von bis zu 3.500 Euro pro Person sowie die Aussetzung von Geschäftslizenzen bei Wiederholungsverstößen. Branchenverbände äußerten Besorgnis über den Zeitpunkt der Aktion, da die Hochsaison im Tourismus in vollem Gange ist. Hoteliers warnten, dass plötzliche Abschiebungen die bereits bestehenden Arbeitskräftemängel verschärfen könnten, und forderten die Regierung auf, Saisonarbeitsvisa schneller auszustellen. Das Arbeitsministerium antwortete, dass letzte Woche 1.800 unbearbeitete Saisonarbeitsanträge aus dem April abgearbeitet wurden und dass ab dem 15. Juli ein Online-Terminvergabesystem eingeführt wird. Für Fachleute im Bereich globale Mobilität ist die Razzia eine Erinnerung daran, dass sich die zyprische Politik nach Inkrafttreten des EU-Migrations- und Asylpakts im Juni deutlich verändert hat. Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, müssen nun digitale Kopien der Aufenthaltstitel vor Ort aufbewahren und Behörden innerhalb von fünf Tagen über Arbeitsplatzwechsel informieren. Bei Nichtbeachtung drohen finanzielle Strafen und Reputationsschäden, die zukünftige Sponsoring-Anträge erschweren können. Rechtliche Berater empfehlen sofortige Prüfungen der Gehaltsabrechnungen, Krankenversicherungen und Mietverträge aller ausländischen Mitarbeiter. Wo Lücken bestehen, sollten Arbeitgeber die beschleunigte „Pink Slip“-Besucherlaubnis oder das neu eingeführte Online-Erneuerungsportal nutzen, um die Beschäftigten vor erneuten Kontrollen in Einklang mit den Vorschriften zu bringen.
Quelle: Cyprus Mail