
Das Büro des Generalinspekteurs des US-Arbeitsministeriums hat eine landesweite Untersuchung wegen mutmaßlichen Betrugs in den Programmen für H-1B-Spezialberufe und PERM-Arbeitszertifizierungen eingeleitet, wie am 9. Juli bestätigt wurde. Ermittler haben bereits „Dutzende Vorladungen“ verschickt, und der Generalinspekteur Anthony D’Esposito nannte öffentlich den IT-Dienstleister Cognizant als eines der Unternehmen, die im Fokus stehen. Die Untersuchung richtet sich gegen Vorwürfe wie fingierte Rekrutierungen, Lohnrückzahlungen und das unbezahlte „Auf die Bank setzen“ von Visuminhabern – Praktiken, die US-Arbeitnehmer benachteiligen und ausländische Fachkräfte ausnutzen können. Vizepräsident J.D. Vance bezeichnete die Aktion als „unsere bisher größte H-1B-Säuberung“ und warnte „ausländische Betrüger“, dass US-Arbeitsplätze in erster Linie für Amerikaner reserviert sind. Bisher wurden keine Anklagen erhoben, Cognizant erklärte seine volle Kooperation und betonte, nicht des Fehlverhaltens beschuldigt zu werden. Frühere Durchsetzungswellen führten jedoch zu Millionenstrafen und Ausschlüssen für Verstöße. Das OIG ruft Whistleblower dazu auf, die Hotline zu nutzen, was darauf hindeutet, dass die Untersuchung auch auf Personalvermittler und kleinere Beratungsfirmen ausgeweitet werden könnte. Unternehmens-Immigrationsteams sollten sich auf Prüfungsanfragen einstellen, ihre öffentlich zugänglichen Akten vollständig halten und Drittanbieter-Platzierungspraktiken überprüfen. Arbeitgeber, die stark auf H-1B-Fachkräfte angewiesen sind, müssen mit Verzögerungen bei der Bearbeitung rechnen, da die USCIS die Überprüfungen parallel zur Untersuchung verschärft.
Quelle: Business Standard
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