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Landesweiter Streik des Flughafenpersonals bringt den Sommerreiseverkehr in Italien zum Erliegen

Juli 12, 2026
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Landesweiter Streik des Flughafenpersonals bringt den Sommerreiseverkehr in Italien zum Erliegen
Italiens Hauptreisezeit im Sommer geriet am 11. Juli ins Chaos, als Tausende Bodenabfertiger, Check-in- und Rampenmitarbeiter zu einem achtstündigen nationalen Streik von 10:00 bis 18:00 Uhr aufriefen. Die Gewerkschaften Filt-Cgil, Fit-Cisl, Uiltrasporti und Ugl TA organisierten den Ausstand nach sechs Jahren festgefahrener Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag für rund 11.000 Mitarbeiter im Gepäck- und Passagierservice. Der Streik fiel mit kleineren Ausständen der Vueling-Kabinenbesatzung und der Ryanair-Tochter Malta Air Piloten zusammen, was die Störungen an Italiens 42 Verkehrsflughäfen vervielfachte. Die ENAC-Liste der „garantierten Flüge“ begrenzte die Auswirkungen während der Schutzzeiten am Morgen und Abend, dennoch strich Ita Airways vorsorglich 133 Inlands- und Auslandsflüge. Neapel sagte 118 Flüge ab, Palermo 34, und Cagliari, Turin sowie Venedig meldeten jeweils Dutzende gestrichene Verbindungen. Die Verbraucherorganisation Codacons schätzte, dass bis zu 250.000 Passagiere von Verspätungen oder Ausfällen betroffen sein könnten, und forderte die Airlines auf, Reisende gemäß EU-Verordnung 261 kostenlos umzubuchen. Geschäftsreisende versuchten hektisch, Führungskräfte über Bahn oder benachbarte Drehkreuze in Nizza, Zürich und München umzuleiten. Mehrere multinationale Unternehmen aktivierten Homeoffice-Lösungen für Montagstermine, was die Verwundbarkeit der touristisch geprägten italienischen Wirtschaft gegenüber Arbeitskämpfen verdeutlicht. Hotels in Rom und Mailand verzeichneten eine Zunahme kurzfristiger Zimmeranfragen, da Reisende auf Plätze in den Sonntags-Ausweichflügen warteten. Der Streik entfachte auch eine politische Debatte neu: Verkehrsminister Matteo Salvini, der kürzlich einen Bahnstreik eingeschränkt hatte, kritisierte den „übermäßigen“ Flughafenstreik, während die Gewerkschaften der Regierung vorwarfen, das Streikrecht zu untergraben. Die Verhandlungen werden am 17. Juli fortgesetzt; sollten keine Fortschritte erzielt werden, drohen die Gewerkschaften im August – mitten in der Hauptreisezeit – mit einem 24-stündigen Streik, was den Druck auf Airlines, Flughäfen und Geschäftsreisemanagement weiter erhöht.
Quelle: La Sicilia

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