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ENAC untersucht Radar-Ausfall, der 320 Flüge im Norden Italiens zum Stillstand brachte

Juli 16, 2026
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ENAC untersucht Radar-Ausfall, der 320 Flüge im Norden Italiens zum Stillstand brachte
Die italienische Zivilluftfahrtbehörde (ENAC) hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem am Abend des 14. Juli ein Ausfall der Telekommunikationsverbindung mit doppelter Leitung das Radar-Datenfeed des Area Control Centers in Mailand lahmgelegt hatte. Dies führte zu einem zweistündigen „Rate-Zero“-Verkehrsstopp an acht Flughäfen im Norden Italiens. Der Luftverkehrsdienstleister ENAV erklärte, dass sowohl die primäre als auch die Backup-Glasfaserverbindung von TIM um 21:02 Uhr gleichzeitig ausgefallen seien, wodurch die Fluglotsen keine Echtzeit-Überwachungsdaten mehr erhielten. Während des Ausfalls wurden 320 Flüge gestrichen oder stark verspätet: zehn am Flughafen Mailand Malpensa, acht in Turin Caselle, dreißig in Bergamo Orio al Serio sowie zahlreiche Umleitungen nach Venedig und Bologna. Die Flughäfen Pisa und Florenz hielten ihre Terminals über Nacht geöffnet und stellten 86 Feldbetten für gestrandete Passagiere bereit, während SEA am Flughafen Malpensa und Linate 200 Feldbetten und kostenloses Wasser bereitstellte. Der Normalbetrieb wurde kurz vor Mitternacht wieder aufgenommen. ENAC-Präsident Pierluigi Di Palma kündigte gegenüber La Sicilia an, dass innerhalb einer Woche ein detaillierter Bericht an die Regierung übergeben wird. Die Untersuchung soll klären, ob die vertraglich vereinbarten Redundanzpflichten eingehalten wurden und ob Cyber-Sicherheitsaspekte eine Rolle spielten. ENAV-CEO Pasqualino Monti betonte, dass „die Sicherheit zu keinem Zeitpunkt gefährdet war“ und lobte die Ingenieure für die Wiederherstellung des Dienstes „in Rekordzeit“. Für Manager der Unternehmensmobilität ist der Vorfall eine Mahnung, dass das italienische Flugsicherungssystem, obwohl vor den Olympischen Winterspielen 2026 modernisiert, weiterhin auf einzelne Telekommunikationsausfallstellen angewiesen ist. Unternehmen mit kritischen Tagesreisen sollten bei Verbindungen über nördliche Drehkreuze in der Hochsaison Pufferzeiten einplanen und Reisende über ihre EU-261-Entschädigungsansprüche informieren. Die Störung ereignet sich nur zehn Tage nach einem landesweiten vierstündigen Streik im Luftverkehr und kurz vor einem geplanten Streik der Bodenabfertigung am 21. Juli in Malpensa – ein Hinweis auf einen operativ turbulenten Sommer, der sowohl Geschäftsreisen als auch Luftfrachtpläne beeinträchtigen könnte.
Quelle: La Sicilia

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