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Schweizer Zoll stoppt Transporter mit 40 nicht registrierten Bienenvölkern an der deutschen Grenze

Juli 18, 2026
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Schweizer Zoll stoppt Transporter mit 40 nicht registrierten Bienenvölkern an der deutschen Grenze
Schweizer Grenzbeamte in Tägerwilen (Kanton Thurgau) haben einen Lieferwagen gestoppt, der 40 lebende Bienenvölker ohne die vorgeschriebene Einfuhrbewilligung transportierte. Das Fahrzeug, gelenkt von einem 40-jährigen polnischen Staatsbürger mit Schweizer Nummernschildern, wurde am 5. Juli angehalten; die Details wurden nach einer internen Untersuchung am 17. Juli veröffentlicht. Nach den schweizerischen Tiergesundheitsvorschriften gelten lebende Bienen als „Risikogut“. Importeure müssen das kantonale Veterinäramt im Voraus informieren und an der Grenze ein tierärztliches Gesundheitszeugnis vorlegen. In diesem Fall waren viele Bienenstöcke nur in Holzkisten verpackt, und mehrere tausend Bienen flogen offenbar frei im Laderaum – ein klarer Verstoß gegen die Biosicherheitsvorschriften. Der Zoll verhängte eine sofortige Geldstrafe von „mehreren hundert Franken“ und verweigerte die Einfuhr; die Bienenvölker wurden unter Begleitung zurück nach Deutschland geschickt. Das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) berichtet, dass die Zahl der Abfänge nicht deklarierter lebender Tiere in diesem Jahr um 12 % gestiegen ist, was auf den grenzüberschreitenden E-Commerce und den informellen Handel unter Hobbyimkern zurückzuführen ist. Unautorisierte Bienenimporte bergen ein besonderes Risiko wegen der Varroamilbe und anderer Krankheitserreger, die einheimische Schweizer Bienenvölker schwer schädigen können. Für Unternehmen, die biologische Proben, Pharmazeutika oder sogar palettierte Tierfuttermittel transportieren, ist dieser Fall eine Erinnerung daran, dass der Schweizer Zoll tier- und pflanzengesundheitliche Vorschriften ebenso streng durchsetzt wie Zolltarife. Logistikdienstleister sollten sicherstellen, dass Fahrer die Original-Gesundheitsdokumente mitführen und Sendungen vorab über das E-Decl-System „Passar“ anmelden, das schrittweise die bisherige Plattform ersetzt. Da die Gesundheit der Bestäuber bereits ein politisch sensibles Thema ist – mehrere Kantone subventionieren lokale Imker – wird erwartet, dass das BAZG die Stichprobenkontrollen an Fahrzeugen aus EU-Staaten verschärft. Mobilitätsmanager, die Personal oder Waren über die deutsch-schweizerische Grenze transportieren, sollten daher mit längeren Kontrollen an kleineren Grenzübergängen wie Tägerwilen rechnen und ihre Lieferpläne entsprechend anpassen.
Quelle: SWI swissinfo.ch

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