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Zehn Kilometer Stau am Gotthard-Tunnel: Reisehinweise für Nord-Süd-Verkehr herausgegeben

Juli 13, 2026
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Zehn Kilometer Stau am Gotthard-Tunnel: Reisehinweise für Nord-Süd-Verkehr herausgegeben
Urlauber auf der Strecke zwischen Nordeuropa und Italien mussten am frühen Sonntagmorgen, dem 12. Juli 2026, mit stundenlangen Verzögerungen rechnen, da sich der Verkehr am nördlichen Portal des Gotthard-Straßentunnels in der Schweiz auf über zehn Kilometer staute. Echtzeitdaten des Schweizer Verkehrsleitzentrums und des deutschen Reiseportals Reisereporter zeigten Wartezeiten von über 90 Minuten vor 7 Uhr morgens. Der 17 Kilometer lange Einröhrentunnel ist die wichtigste Alpenverbindung für Pkw, Reisebusse und leichte Gütertransporte.

Durch gestaffelte Schulferien in mehreren deutschen Bundesländern und das erste Ferienwochenende in der Schweiz kam die übliche „Ferienwelle“ früher und stärker als erwartet. Die Polizei im Kanton Uri aktivierte das bekannte „Dosierungssystem“, um die Anzahl der Fahrzeuge im Tunnel aus Sicherheitsgründen zu begrenzen, was sofort zu Rückstaus auf der A2 in Richtung Göschenen führte. Die Automobilclubs TCS (Schweiz) und ADAC (Deutschland) rieten Autofahrern, entweder vor Tagesanbruch oder nach 18 Uhr zu fahren, und empfahlen Ausweichrouten über die Pässe San Bernardino (A13) oder Simplon. Dabei warnten sie, dass Navigations-Apps die Fahrzeiten in den Bergen oft unterschätzen.

Zehn Kilometer Stau am Gotthard-Tunnel: Reisehinweise für Nord-Süd-Verkehr herausgegeben


Der geplante zweite Gotthard-Tunnel, dessen Eröffnung für 2029 vorgesehen ist, soll die Kapazität langfristig verdoppeln. Allerdings werden Bauarbeiten in den kommenden drei Sommern immer wieder nächtliche Sperrungen des bestehenden Tunnels erforderlich machen, was zusätzliche Unsicherheiten mit sich bringt. Reiseveranstalter, die Busgruppen zwischen Mailand und Luzern transportieren, berichteten von Verspätungen von bis zu zwei Stunden. Auch Logistikunternehmen meldeten Folgeprobleme: Zeitkritische E-Commerce-Pakete, die per Bahn transportiert werden, verloren ihre Pufferzeiten, nachdem SBB Cargo die Nord-Süd-Verbindungen kurzfristig umplante, um die verkehrsreichsten Straßenzeiten zu umgehen.

Für internationale Arbeitgeber unterstreichen die Staus die Notwendigkeit, das Risiko von Alpenüberquerungen in die Personalmobilitätsplanung einzubeziehen. Personalabteilungen, die Expatriates bei der Wohnungssuche unterstützen oder grenzüberschreitende Pendlerfahrten am Montagmorgen organisieren, sollten großzügige Zeitpuffer einplanen oder auf Bahnalternativen wie den Ceneri-Basistunnel über den Kanton Tessin setzen, der von den Straßenstaus weitgehend unberührt bleibt.
Quelle: Reisereporter

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