
Das Department für Unternehmen, Tourismus und Beschäftigung (DETE) hat gestern Abend stillschweigend sein Online-Dashboard aktualisiert und bestätigt, dass Anträge auf Critical Skills Employment Permits, die am 2. Juli eingereicht wurden, erst jetzt bearbeitet werden – Stand 20. Juli 2026. Die Bearbeitung der General Employment Permits liegt derzeit bei Anträgen vom 11. Juni, während Verlängerungen und Intra-Company-Transfers (ICT) noch auf Anfang April zurückliegen. Praktisch bedeutet das: Ein frischgebackener Ingenieur, der heute eingestellt wird, muss mit einer Wartezeit von sieben bis neun Wochen auf die Genehmigung des Permits rechnen – vor der Visa-Ausstellung und Einreiseerlaubnis – statt der gesetzlich vorgesehenen vier Wochen. Multinationale Unternehmen aus Pharma, Medizintechnik und Big Tech, die auf Fachkräfte aus Drittstaaten angewiesen sind, passen bereits ihre Onboarding-Zeiträume an. Das DETE führt die Verzögerungen auf das anhaltend hohe Antragsvolumen – ein Plus von 18 % im Jahresvergleich – sowie auf Personalengpässe zurück, da Ressourcen für die sechsmonatige EU-Ratspräsidentschaft umgeleitet werden. Das Ministerium kündigt an, im August 30 zusätzliche temporäre Sachbearbeiter einzustellen, doch Insider gehen davon aus, dass die vollständige Aufarbeitung des Rückstands erst im vierten Quartal gelingt. Einwanderungsberater raten Arbeitgebern, vollständige und fehlerfreie Anträge einzureichen, da unvollständige Unterlagen im Schnitt eine dreiwöchige Verzögerung verursachen, sobald weitere Informationen angefordert werden. Zudem wird empfohlen zu prüfen, ob Stellen im Rahmen des Trusted Partner-Programms neu klassifiziert werden können, das weiterhin eine etwas schnellere Bearbeitung ermöglicht. Obwohl die Aktualisierung kaum mediale Beachtung fand, hat sie direkte Auswirkungen auf Projektpläne und Mobilitätsbudgets: Jede Woche Verzögerung verursacht zusätzliche Unterkunftskosten für umziehende Mitarbeiter und kann Vertragsstrafen bei Kundenprojekten auslösen.
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