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Acht Änderungen im kanadischen Einwanderungsrecht, die diesen Monat in Kraft treten und die globale Mobilitätsteams im Blick behalten müssen

Aug. 4, 2026
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Acht Änderungen im kanadischen Einwanderungsrecht, die diesen Monat in Kraft treten und die globale Mobilitätsteams im Blick behalten müssen
Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) startete den August 2026 mit einer Fülle von politischen Änderungen, Ablaufdaten und Programmstarts, die zusammen das Risikoprofil für alle, die Talente nach Kanada holen oder im Land halten wollen, grundlegend verändern. Ein am 3. August von Immigration News Canada veröffentlichter Überblick hebt die acht wichtigsten Entwicklungen hervor; im Folgenden erfahren Mobilitätsverantwortliche, was sie wissen müssen und warum.

1. IRCC hat sein öffentliches Backlog-Dashboard überarbeitet und die bekannte Kennzahl „Prozentsatz innerhalb der Service-Standards“ durch reine Bestandszahlen ersetzt. Das neue Format, erstmals am 21. Juli veröffentlicht, zeigt 1,518 Millionen anhängige Anträge, verrät aber nicht mehr, wie viele davon die Service-Standards überschreiten. Das erschwert die Prognose von Bearbeitungszeiten für Umzüge. Arbeitgeber sollten ihre internen KPIs anpassen und stärker auf Echtzeit-Analysen von Rechtsberatern oder technischen Plattformen setzen.

2. Das Pilotprogramm für Studierende aus frankophonen Minderheitengemeinschaften wurde um ein drittes Aufnahmejahr verlängert und öffnet am 26. August erneut. Das Programm ist auf 2.970 Studiengenehmigungen begrenzt und bietet Absolventen außerhalb Québecs einen direkten Weg zur dauerhaften Niederlassung. Organisationen, die französischsprachige Praktikanten oder Berufseinsteiger suchen, haben nun ein neues 12-monatiges Zeitfenster – sollten aber die Vorlaufzeiten für Sprachtests auf NCLC 5 einplanen.

3. Zwei humanitäre Wege zur dauerhaften Niederlassung für Staatsangehörige Hongkongs schließen am 31. August. Personalabteilungen mit temporär in Kanada lebenden Hongkong-Mitarbeitern müssen Anträge beschleunigen oder auf das Express-Entry-Verfahren umsteigen, bevor die Frist abläuft.

4. Die Express-Entry-Auslosungen, die allein im Juli über 15.500 Einladungen ausgaben, werden voraussichtlich im komprimierten „Cluster“-Rhythmus fortgesetzt. Die Pflege des Pools – aktuelle Arbeitsnachweise, polizeiliche Führungszeugnisse und IELTS-Ergebnisse – bleibt entscheidend. Beobachter erwarten noch diese Woche eine Runde des Provincial Nominee Program (PNP) gefolgt von einer Auslosung der Canadian Experience Class (CEC).

Acht Änderungen im kanadischen Einwanderungsrecht, die diesen Monat in Kraft treten und die globale Mobilitätsteams im Blick behalten müssen


5. Der Workforce Priority Stream in Ontario, seit Februar pausiert, könnte ohne Vorankündigung wieder öffnen. Der Stream ist bei multinationalen Unternehmen wegen der LMIA-freien Arbeitgebernominierung beliebt; Talentteams sollten Kandidatenprofile im OINP e-Filing-Portal vorab anlegen, um bei einer kurzfristigen Öffnung schnell reagieren zu können.

6. Ein neu gestaltetes Antragsinventar fasst nun 307.000 Schutzklassenfälle in einem einzigen Block zusammen, was die tatsächlichen Bearbeitungszeiten für Flüchtlingsanträge verschleiert, die oft in arbeitgeberunterstützte Arbeitserlaubnisse übergehen. Programme mit Fürsorgepflicht sollten ihre Zeitpläne entsprechend anpassen.

7. Hunderte internationale Absolventen führen in Calgary weiterhin einen Hungerstreik gegen abgelehnte Post-Graduation Work Permits, die mit nicht-akkreditierten Programmen verbunden sind. Obwohl keine neue Regel, gilt die IRCC-Klarstellung vom Juni zur „Nicht-Akkreditierung“ weiterhin; Arbeitgeber müssen den Programmtyp vor der Einstellung prüfen.

8. Die Ebola-bedingten Visasperren für Staatsangehörige aus Uganda, Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo laufen am 29. August aus. Sofern nicht verlängert, werden eTAs und TRVs für diese Länder automatisch wieder gültig, was eine kleine, aber wichtige Rekrutierungschance im Gesundheits- und Bergbausektor eröffnet.

Insgesamt verlangt das August-Programm eine sorgfältige Kalenderführung. Beteiligte sollten diese Woche ein Compliance-Merkblatt verteilen, Kandidaten-Checklisten an die Änderungen im Backlog-Reporting anpassen und die Fristen für Hongkong und Ebola vormerken. Mit steigenden Express-Entry-Zahlen und der möglichen Wiedereröffnung provinzieller Portale könnte der August entscheidend dafür sein, ob die Einstellungsziele für das vierte Quartal in Kanada erreichbar bleiben. Vor allem der Wegfall detaillierter Backlog-Daten bedeutet, dass Mobilitätsteams stärker auf autorisierte Vertreter und interne Fallverfolgungssysteme setzen müssen, um teure Überraschungen zu vermeiden – ein deutlicher Hinweis darauf, dass Transparenz im kanadischen Einwanderungssystem sich über Nacht ändern kann und proaktive Dokumentenvorbereitung jetzt ein strategischer Vorteil ist.
Quelle: Immigration News Canada

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