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Madrid ordnet „Schnellrückführungen“ an und bereitet zweite schwimmende Grenzbarriere für Melilla vor

Aug. 5, 2026
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Madrid ordnet „Schnellrückführungen“ an und bereitet zweite schwimmende Grenzbarriere für Melilla vor
Nur drei Tage nach der Installation eines 500 Meter langen schwimmenden Sperrzauns vor Ceuta hat das spanische Innenministerium stillschweigend Polizeieinheiten und der Guardia Civil die sofortige Rückführung von Migranten genehmigt, die versuchen, das Hindernis zu umschwimmen – und signalisiert, dass eine ähnliche Barriere bald vor Melilla verankert wird. Die Anweisung, unterzeichnet von der Staatssekretärin für Sicherheit Aina Calvo und von El País eingesehen, weitet die sogenannten „devoluciones en caliente“ (schnelle Rückführungen) auch auf die andere nordafrikanische Enklave Spaniens aus, trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs im Juli, das diese Praxis auf See eingeschränkt hatte. Die Anordnung schafft „rechtliche Sicherheit“ für die Einsatzkräfte, schreibt Calvo, und argumentiert, dass das Meer zwar eine natürliche Grenze darstellt, aber allein nicht das gesetzlich geforderte „Grenzschutz-Element“ sei, das für eine sofortige Rückführung notwendig ist. Durch die physische Markierung der Seegrenze will das Ministerium die Praxis mit der Rechtsprechung in Einklang bringen. Für Teams im Bereich globale Mobilität ist diese Politik aus mehreren Gründen relevant. Erstens unterstreicht die Entscheidung Madrids Entschlossenheit, irreguläre Einreisen zu verhindern, nachdem am 30. Juli mehr als 50.000 Migranten nach Ceuta gelangten – was in 22 EU-Hauptstädten scharfe Kritik auslöste. Zweitens könnte eine Ausweitung der strengen Kontrollen auf Melilla – ein wichtiger Knotenpunkt für Straßengüterverkehr und Saisonarbeiter – den legitimen Grenzverkehr mit dem benachbarten Marokko während der Bauarbeiten stören. Menschenrechtsorganisationen haben die Maßnahme bereits als „kosmetisch“ kritisiert und gewarnt, dass erzwungene Rückführungen auf See Spanien vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen könnten. Unterdessen bemängelt die Polizeigewerkschaft JUPOL, dass die Anordnung die chronischen Personalengpässe nicht löst. Unternehmen mit Mitarbeitern, die durch die Enklaven reisen, sollten mit zusätzlichen Dokumentenkontrollen auf Dienststraßen und möglichen Verkehrsbehinderungen während der maritimen Bauarbeiten rechnen.
Quelle: El País

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