
Nach einer Kabinettssitzung am 12. November in Rom forderte Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti die Europäische Kommission auf, die geplante Abgabe auf E-Commerce-Pakete mit geringem Warenwert – derzeit für 2028 vorgesehen – um mindestens zwei Jahre vorzuziehen. Die Abgabe würde die Mehrwertsteuerbefreiung für Waren unter 150 € aus Drittländern abschaffen, eine Schwelle, die chinesische Online-Plattformen genutzt haben, um den EU-Binnenmarkt mit billigen Produkten zu überschwemmen.
Giorgetti stellte den Vorschlag als Frage des „fairen Wettbewerbs“ dar, doch er hat auch konkrete Auswirkungen auf die Logistik. Zollagenten in Häfen wie Genua und an schnellen Paketumschlagplätzen wie Mailand-Malpensa warnen, dass eine beschleunigte Umsetzung erhebliche IT-Aufrüstungen und zusätzliches Personal erfordert, um Millionen von Zollanmeldungen zu bearbeiten, die derzeit oft ohne Prüfung durchgewunken werden. Die Regierung rechnet bereits mit einem Anstieg der Zollkontrollen um 40 % im Jahr 2026, falls Brüssel zustimmt.
Für multinationale Einzelhändler, die Italien als Fulfillment-Zentrum nutzen, könnte die vorgezogene Abgabe die Lieferkettenstrategien verändern. Waren, die derzeit über italienische Flughäfen für die Weiterverteilung in andere EU-Staaten geleitet werden, könnten künftig in EU-internen Lagern gelagert werden, um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden. Logistikunternehmen sehen darin jedoch auch Chancen: Mehr Kontrollen könnten längere Liegezeiten bedeuten und die Nachfrage nach Zolllagerflächen rund um Verona und Bologna steigern.
Die politische Dimension ist zudem eng mit der Migrationsdebatte verknüpft. Behörden argumentieren, dass eine effektive Kontrolle der Warenströme parallel zu Bemühungen um die Kontrolle irregulärer Migration steht und Italiens Forderung nach strengeren Außengrenzregelungen untermauert.
Unternehmen im grenzüberschreitenden E-Commerce sollten jetzt ihre Verträge überprüfen, insbesondere Incoterms, Kostenaufteilungen bei DDP/DDU und Service-Level-Agreements für die letzte Meile, da sich die Zeitpläne für die Einführung der Abgabe zunehmend verschieben.
Giorgetti stellte den Vorschlag als Frage des „fairen Wettbewerbs“ dar, doch er hat auch konkrete Auswirkungen auf die Logistik. Zollagenten in Häfen wie Genua und an schnellen Paketumschlagplätzen wie Mailand-Malpensa warnen, dass eine beschleunigte Umsetzung erhebliche IT-Aufrüstungen und zusätzliches Personal erfordert, um Millionen von Zollanmeldungen zu bearbeiten, die derzeit oft ohne Prüfung durchgewunken werden. Die Regierung rechnet bereits mit einem Anstieg der Zollkontrollen um 40 % im Jahr 2026, falls Brüssel zustimmt.
Für multinationale Einzelhändler, die Italien als Fulfillment-Zentrum nutzen, könnte die vorgezogene Abgabe die Lieferkettenstrategien verändern. Waren, die derzeit über italienische Flughäfen für die Weiterverteilung in andere EU-Staaten geleitet werden, könnten künftig in EU-internen Lagern gelagert werden, um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden. Logistikunternehmen sehen darin jedoch auch Chancen: Mehr Kontrollen könnten längere Liegezeiten bedeuten und die Nachfrage nach Zolllagerflächen rund um Verona und Bologna steigern.
Die politische Dimension ist zudem eng mit der Migrationsdebatte verknüpft. Behörden argumentieren, dass eine effektive Kontrolle der Warenströme parallel zu Bemühungen um die Kontrolle irregulärer Migration steht und Italiens Forderung nach strengeren Außengrenzregelungen untermauert.
Unternehmen im grenzüberschreitenden E-Commerce sollten jetzt ihre Verträge überprüfen, insbesondere Incoterms, Kostenaufteilungen bei DDP/DDU und Service-Level-Agreements für die letzte Meile, da sich die Zeitpläne für die Einführung der Abgabe zunehmend verschieben.
Quelle: Reuters