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Finnair droht eine Geldstrafe von 7,6 Millionen Euro wegen Behinderung einer Wettbewerbsuntersuchung zu Online-Tarifbeschränkungen

Nov. 18, 2025
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Finnair droht eine Geldstrafe von 7,6 Millionen Euro wegen Behinderung einer Wettbewerbsuntersuchung zu Online-Tarifbeschränkungen
Die finnische Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde (KKV) hat das Marktgericht aufgefordert, gegen Finnair eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 7,6 Millionen Euro zu verhängen. Der Vorwurf lautet, dass die Fluggesellschaft während einer Untersuchung 2023–24 ungenaue, unvollständige und irreführende Informationen geliefert habe. Untersucht wird, ob Finnair Online-Reisebüros daran gehindert hat, rabattierte Tarife anzuzeigen. Sollte die Strafe bestätigt werden, wäre dies in Finnland die erste Sanktion, die ausschließlich wegen Verfahrensverstößen in einem Kartellverfahren verhängt wird.

Die KKV berichtet, dass Finnair im Herbst vier unvollständige Dateneinreichungen gemacht habe, was die Behörde zu einer unangekündigten Razzia im Frühjahr 2024 am Firmensitz in Vantaa zwang. Bei der Durchsuchung gefundene Dokumente sollen eine interne Richtlinie belegen, die OTAs anweist, bestimmte Billigtarife zu verbergen – eine Praxis, die Finnair bereits der schwedischen Wettbewerbsbehörde zugesichert hatte einzustellen. Die vorgeschlagene Geldbuße entspricht etwa 0,25 % des Umsatzes von Finnair im Jahr 2024, könnte aber auf bis zu 1 % steigen, falls das Gericht die Behinderung als schwerwiegend einstuft.

Finnair droht eine Geldstrafe von 7,6 Millionen Euro wegen Behinderung einer Wettbewerbsuntersuchung zu Online-Tarifbeschränkungen


Für Mobilitätsmanager und Firmenreisekäufer ist der Fall aus zwei Gründen relevant: Erstens könnte eine Strafe Finnair, das bereits mit hohen Treibstoffkosten und Netzwerkanpassungen nach der Schließung des russischen Luftraums kämpft, dazu zwingen, Kosten durch höhere Grundtarife oder Zusatzgebühren weiterzugeben. Zweitens könnten bestätigte Einschränkungen bei der Tarifanzeige OTAs dazu bewegen, mehr Preistransparenz zu fordern, was das Angebot an rabattierten Tickets für internationale Reisekonten erweitern könnte.

Finnair bestreitet Fehlverhalten und erklärt, dass etwaige Unstimmigkeiten auf „Missverständnisse“ zurückzuführen seien. Nach Unterzeichnung der schwedischen Verpflichtungen 2023 habe man alle Beschränkungen für Agenturpreise aufgehoben. Die Fluggesellschaft argumentiert, dass die finnische Untersuchung eine Doppelung dieser Zusagen darstelle und die Strafe unverhältnismäßig sei.

Die Verfahren vor dem Marktgericht dauern in der Regel sechs bis neun Monate; ein Urteil wird bis Mitte 2026 erwartet. Reisemanagement-Teams sollten das Ergebnis aufmerksam verfolgen, da eine bestätigte Verletzung ähnliche Untersuchungen in anderen europäischen Ländern auslösen und den Trend zu Direktvertriebsmodellen ohne GDS-basierte Tarifmeldungen beschleunigen könnte.
Quelle: Helsinki Times

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