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Aktivisten warnen: Polizeiberichte über ethnische Herkunft schüren Vorurteile gegen Migranten

Nov. 24, 2025
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Aktivisten warnen: Polizeiberichte über ethnische Herkunft schüren Vorurteile gegen Migranten
Eine Koalition von 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen unter der Leitung des Runnymede Trust hat an Innenministerin Shabana Mahmood und den National Police Chiefs’ Council appelliert, die Richtlinien, die Polizeikräfte in England und Wales dazu anhalten, bei Festnahmen und Anklagen die Ethnie und Nationalität von Verdächtigen zu veröffentlichen, umgehend zu überprüfen.

Die im August eingeführte Regelung sollte „rechtsextremen Spekulationen“ nach spektakulären Straftaten entgegenwirken. Neue Untersuchungen der Gruppen zeigen jedoch, dass der Begriff „Asylbewerber“ in der Berichterstattung über Straftaten nun **fünfmal häufiger** vorkommt als zuvor. Zudem werden Hinweise auf den Migrationsstatus von Verdächtigen oft in Schlagzeilen hervorgehoben, während relevantere Details – etwa das Gefährdungspotenzial der Person – fehlen. In dem Schreiben wird argumentiert, dass diese Praxis „die gesellschaftliche Zusammengehörigkeit massiv untergräbt“, da sie den Eindruck verstärkt, Kriminalität und Migration seien miteinander verknüpft.

Aktivisten warnen: Polizeiberichte über ethnische Herkunft schüren Vorurteile gegen Migranten


Experten für Unternehmensmobilität betonen, dass diese Debatte von Bedeutung ist, weil entsandte Fachkräfte und ihre Familien bei der Entscheidung für einen Einsatz im Vereinigten Königreich zunehmend soziale Einstellungen berücksichtigen. „Wahrgenommene Feindseligkeit kann Talente genauso abschrecken wie bürokratische Hürden“, erklärt Charles Hannon, Leiter für globale Mobilität bei der Beratung Sterling Lexicon. Unternehmen in Branchen, die auf Fachkräftevisa angewiesen sind – etwa Technologie, Gesundheitswesen und Ingenieurwesen – könnten daher mit zusätzlichen Herausforderungen bei der Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden konfrontiert werden, wenn Migranten sich in der öffentlichen Debatte ausgegrenzt fühlen.

Eine Änderung der Richtlinien würde kein neues Gesetz erfordern, allerdings müssten die Polizeibehörden ihre Medienrichtlinien anpassen und Kommunikationsmitarbeitende neu schulen. Innenministerium-Vertreter räumen hinter den Kulissen ein, dass ein Spannungsfeld zwischen Transparenz und dem Erhalt des gesellschaftlichen Friedens besteht. Ein diskutierter Kompromiss sieht vor, die Offenlegung auf die Nationalität zu beschränken (nicht auf den Migrationsstatus) und nur in Fällen mit überwiegendem öffentlichem Interesse, etwa wenn ein Verdächtiger flüchtig ist.

Für Teams der globalen Mobilität ergeben sich drei praktische Empfehlungen: Erstens, Mitarbeitende beruhigen, dass die Ethnie an der britischen Grenze nie überprüft wird und keinen Einfluss auf den Aufenthaltsstatus hat; zweitens, Umzugsbriefings aktualisieren, um Bedenken hinsichtlich der Medienberichterstattung anzusprechen; und drittens, Home-Office-Updates beobachten – jede formelle Änderung könnte schnell in polizeiliche Einsatzhandbücher übernommen werden. Bis dahin sollten Arbeitgeber ihre Mitarbeiterunterstützungsprogramme und Diversity-Netzwerke stärken, um internationalen Mitarbeitenden den Umgang mit negativer Presse zu erleichtern.
Quelle: The Guardian

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