
Ein neuer Bericht „Family (Net) Work 2025“, veröffentlicht am 22. November von der Arbeitgebervereinigung Assindatcolf und berichtet vom Arbeitsportal TuttoLavoro24, zeigt, dass mehr als die Hälfte (53,3 %) der in Italien erfassten 817.000 Stellen im Bereich der häuslichen Hilfe und Betreuung inzwischen schwarz ausgeübt werden. Der Anteil nicht angemeldeter Reinigungskräfte und 24-Stunden-Betreuer ist in drei Jahren um drei Prozentpunkte gestiegen, obwohl die Nachfrage aufgrund der schnell alternden Bevölkerung Italiens (bis 2035 werden 5,3 Millionen Menschen über 80 Jahre erwartet) weiter zunimmt.
Die Kosten sind ein wesentlicher Treiber. Eine Vollzeit-Badante mit Unterkunft kostet Familien inzwischen bis zu 1.800 Euro im Monat, während Steuervergünstigungen begrenzt und kompliziert bleiben. Steigende Inflation und stagnierende Haushaltseinkommen treiben sowohl Arbeitgeber als auch Migranten in den untaxierten „Graumarkt“, wo weder Versicherungsschutz noch Rentenansprüche bestehen.
Assindatcolf macht langsame Visaverfahren und starre Quoten verantwortlich: Saisonale Programme entsprechen selten dem aktuellen Bedarf an Altenpflege, und bürokratische Verzögerungen führen dazu, dass im Ausland rekrutierte Betreuer oft erst Monate später ankommen. Die Lobby schlägt eine eigene Schnellspur-Quote für Hausangestellte, Lohnsteuervergünstigungen für Familien und elektronische „Familiengutscheine“ nach dem französischen CESU-Modell vor, um die formelle Anstellung zu fördern.
Für Mobility-Teams in Unternehmen zeigen die Ergebnisse ein verstecktes Compliance-Risiko auf. Expatriates, die live-in-Hilfe engagieren, könnten unwissentlich illegale Arbeitskräfte beschäftigen und damit sowohl sich selbst als auch das Unternehmen Bußgeldern von bis zu 36.000 Euro aussetzen. Mobility-Manager sollten auf registrierte Verträge bestehen, INPS-Beiträge prüfen und höhere Bruttolöhne einplanen, um regelkonform zu bleiben. Relocation-Dienstleister werden voraussichtlich ihre Servicepakete um Lohnabrechnung für Hausangestellte und Unterstützung bei der Nutzung der priorisierten „Decreto Flussi“-Buchungstage für Betreuer erweitern.
Politisch wird erwartet, dass im nächsten Einwanderungs-Quotendekret ein eigener Kanal für Hausarbeit diskutiert wird, zusammen mit vereinfachten Verlängerungsregeln für bereits in Italien tätige Betreuer. Wird die Maßnahme genehmigt, könnten jährlich bis zu 20.000 zusätzliche legale Arbeitserlaubnisse vergeben werden – zwar noch weit unter dem prognostizierten Bedarf, aber ein Schritt zur Verringerung der wachsenden Schattenwirtschaft in der Pflege.
Die Kosten sind ein wesentlicher Treiber. Eine Vollzeit-Badante mit Unterkunft kostet Familien inzwischen bis zu 1.800 Euro im Monat, während Steuervergünstigungen begrenzt und kompliziert bleiben. Steigende Inflation und stagnierende Haushaltseinkommen treiben sowohl Arbeitgeber als auch Migranten in den untaxierten „Graumarkt“, wo weder Versicherungsschutz noch Rentenansprüche bestehen.
Assindatcolf macht langsame Visaverfahren und starre Quoten verantwortlich: Saisonale Programme entsprechen selten dem aktuellen Bedarf an Altenpflege, und bürokratische Verzögerungen führen dazu, dass im Ausland rekrutierte Betreuer oft erst Monate später ankommen. Die Lobby schlägt eine eigene Schnellspur-Quote für Hausangestellte, Lohnsteuervergünstigungen für Familien und elektronische „Familiengutscheine“ nach dem französischen CESU-Modell vor, um die formelle Anstellung zu fördern.
Für Mobility-Teams in Unternehmen zeigen die Ergebnisse ein verstecktes Compliance-Risiko auf. Expatriates, die live-in-Hilfe engagieren, könnten unwissentlich illegale Arbeitskräfte beschäftigen und damit sowohl sich selbst als auch das Unternehmen Bußgeldern von bis zu 36.000 Euro aussetzen. Mobility-Manager sollten auf registrierte Verträge bestehen, INPS-Beiträge prüfen und höhere Bruttolöhne einplanen, um regelkonform zu bleiben. Relocation-Dienstleister werden voraussichtlich ihre Servicepakete um Lohnabrechnung für Hausangestellte und Unterstützung bei der Nutzung der priorisierten „Decreto Flussi“-Buchungstage für Betreuer erweitern.
Politisch wird erwartet, dass im nächsten Einwanderungs-Quotendekret ein eigener Kanal für Hausarbeit diskutiert wird, zusammen mit vereinfachten Verlängerungsregeln für bereits in Italien tätige Betreuer. Wird die Maßnahme genehmigt, könnten jährlich bis zu 20.000 zusätzliche legale Arbeitserlaubnisse vergeben werden – zwar noch weit unter dem prognostizierten Bedarf, aber ein Schritt zur Verringerung der wachsenden Schattenwirtschaft in der Pflege.
Quelle: TuttoLavoro24