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Die Kanalüberquerungen übersteigen 2025 die Marke von 41.000, während Brüssel verstärkte gemeinsame Patrouillen fordert

Dez. 22, 2025
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Die Kanalüberquerungen übersteigen 2025 die Marke von 41.000, während Brüssel verstärkte gemeinsame Patrouillen fordert
Die Brussels Times berichtete am 21. Dezember 2025, dass die Zahl der Ankünfte in kleinen Booten an der Südostküste Englands in diesem Jahr auf 41.455 gestiegen ist, nachdem über Nacht weitere 800 Menschen von der französischen und belgischen Küste aus gestartet sind. Während die meisten Abfahrtsorte weiterhin im Calais-Dünkirchen-Gebiet liegen, bestätigen die belgischen Bundespolizisten einen Anstieg der Abfahrten von Nieuwpoort und De Panne, was Forderungen nach verstärkter maritimer Überwachung laut werden lässt.

Für Belgien ist der Anstieg mehr als nur eine humanitäre Schlagzeile. Die Logistikströme durch den Fährhafen Zeebrügge erleben immer wieder Verzögerungen, da die britische Grenzpolizei verstärkte Fahrzeugkontrollen durchführt, um illegale Passagiere abzufangen. Der Transportverband Febetra schätzt, dass sich die Wartezeiten für unbegleitete Fracht seit September um 15 % erhöht haben, was den Transportunternehmen bis zu 2 Millionen Euro an zusätzlichen Fahrstunden kostet.

Die Kanalüberquerungen übersteigen 2025 die Marke von 41.000, während Brüssel verstärkte gemeinsame Patrouillen fordert


Die belgische Staatssekretärin für Asyl und Migration, Nicole de Moor, erklärte gegenüber VRT, dass Brüssel derzeit mit London und Paris an einem trilateralen Einsatzplan arbeitet, um Anfang 2026 gemeinsame Küstenpatrouillen und Drohnenüberwachung einzusetzen. Der Vorschlag sieht den Austausch von Informationen, die Finanzierung zusätzlicher Einstellungen bei der belgischen Küstenpolizei und eine beschleunigte Rückführung von Migranten vor, deren Asylanträge nach britischem Recht als unzulässig eingestuft werden.

Nichtregierungsorganisationen argumentieren jedoch, dass reine Durchsetzungsmaßnahmen nicht ausreichen. Das Brüsseler Büro von Médecins Sans Frontières warnt, dass härtere Polizeimaßnahmen die Schleuser nur zu riskanteren Routen zwingen. Die Organisation setzt sich für erweiterte humanitäre Visa und legale Arbeitswege ein – eine Idee, die bei belgischen Agrarlobbygruppen, die mit chronischem Arbeitskräftemangel kämpfen, zunehmend Anklang findet.

Unternehmen, die Personal zwischen Belgien und Großbritannien verlegen, sollten sich auf strengere Fahrzeugkontrollen in Dover und am Eurotunnel einstellen, Beschäftigungsnachweise für Fahrer bereithalten und zusätzliche Transitzeiten rund um den Jahreswechsel einplanen. Compliance-Teams wird zudem empfohlen, die sich ändernden britischen Asylregelungen genau zu verfolgen, da diese die Prüfung von langfristigen Entsendungen an der Grenze beeinflussen könnten.
Quelle: The Brussels Times

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