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Wintersturm legt Flughäfen Zürich und Genf lahm – 244 Flugverspätungen an Silvester

Jan. 2, 2026
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Wintersturm legt Flughäfen Zürich und Genf lahm – 244 Flugverspätungen an Silvester
Ein kräftiges atlantisches Tiefdruckgebiet zog über Nacht quer durch Mitteleuropa und hüllte die Schweiz in gefrierenden Regen, Schneeregen und Böen von über 90 km/h. Bis zum Mittag des 30. Dezember verzeichnete der unabhängige Flugtracker FlightAware 153 Verspätungen am Flughafen Zürich (ZRH) und 91 am Flughafen Genf (GVA), jeweils eine Annullierung an beiden Drehkreuzen. Swiss International Air Lines musste den morgendlichen Abflugblock verlangsamen, während die Enteisungsteams mit reduzierter Geschwindigkeit arbeiteten, um das Personal auf den vereisten Vorfeldern zu schützen. Langstreckenankünfte aus New York, Singapur und Johannesburg verpassten ihre Slots, was zu Kettenreaktionen bei Anschlussflügen für Premium-Passagiere führte.

Obwohl die Störungen im Vergleich zu den 460 Verspätungen am Pariser Flughafen CDG moderat waren, sind sie für die Schweiz bedeutsam, wo beide Flughäfen im Winter normalerweise eine Pünktlichkeitsrate von über 80 Prozent aufweisen. Bodenabfertigungsunternehmen warnten, dass eine Grippewelle bereits die Personalstärke reduziert habe, was die Aufholfähigkeit nach Wetterbesserung einschränkt. Der Flughafen Zürich kündigte an, die Vorräte an Enteisungsflüssigkeiten und die Winterpersonalplanung zu überprüfen, während Genf die Fluggesellschaften zu einer Sitzung einlädt, um das „Clean-Sweep“-Fenster für die Schneeräumung auf der einzigen Start- und Landebahn zu optimieren.

Wintersturm legt Flughäfen Zürich und Genf lahm – 244 Flugverspätungen an Silvester


Für Manager der globalen Mobilität ist dieses Ereignis eine deutliche Erinnerung an die Anfälligkeit der Winterbetriebe in der Schweiz. Unternehmen mit Jahresendübergaben aktivierten Homeoffice-Notfallpläne und leiteten in einigen Fällen Führungskräfte über Mailand-Malpensa um, wobei sie den einstündigen SBB-Zugservice von Zürich nutzten. Mobilitätsteams sollten Reisende darauf vorbereiten, dass Nachwirkungen der Verspätungen bis zum 1. Januar anhalten können, und bei engen Reiseplänen großzügige Zeitpuffer einplanen.

Praktisch zeigte sich, dass gestrandete Passagiere mit gültigen Reisedokumenten und vorab in Airline-Apps hinterlegten Visa schneller Umbuchungen vornehmen konnten. Experten empfehlen, darauf zu achten, dass Reisepässe mindestens drei Monate gültig sind, und digitale Visa-Antragsverfahren zu nutzen, wo möglich. Die EU-Verordnung 261/2004 gilt auch für Flüge ab der Schweiz; Reisende, die mit mehr als drei Stunden Verspätung ankommen und deren Verzögerung in der Verantwortung der Fluggesellschaft liegt, können eine Entschädigung von bis zu 600 Euro geltend machen.

Blickt man nach vorn, setzen sich Schweizer Branchenverbände bei Bern für das Reformpaket „Single European Sky“ ein. Sie argumentieren, dass dynamisches, grenzüberschreitendes Slot-Tauschen Kettenreaktionen bei Verspätungen durch Wetterereignisse verringern könnte. Wird die Maßnahme 2026 genehmigt, könnte sie in zukünftigen Stürmen die Abstände bei Anflügen verkürzen und so den Druck auf die Schweizer Flughäfen mindern.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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