
Nur zehn Wochen nach dem Start des biometrischen Ein- und Ausreisesystems (EES) der EU schlägt der Airport Council International (ACI) Europe am 27. Dezember 2025 Alarm: Technische Probleme verlängern die Grenzkontrollzeiten um bis zu 70 Prozent. In einem Schreiben an die Europäische Kommission und die Schengen-Mitgliedstaaten – darunter auch die Schweiz – fordert der ACI eine sofortige Überprüfung des Betriebs, bevor Anfang Januar der nächste Verkehrsspitzenanstieg erwartet wird.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen für Drittstaatsangehörige durch die Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsaufnahmen. Obwohl das Konzept einfach ist, berichten mehrere Flughäfen von Ausfällen der Terminals, Softwarefehlern und Personalmangel. Reisende an den Flughäfen Paris-CDG, Frankfurt und Rom mussten zu Spitzenzeiten mehr als drei Stunden in der Schlange stehen. Während Zürich Kloten und Genf Cointrin bisher größere Verzögerungen vermeiden konnten, geben Schweizer Grenzbeamte zu, dass der Ansturm in der Ferienzeit die neu installierten Kontrollstellen auf die Probe stellt; Notfallspuren mit kantonaler Polizeibeteiligung bleiben während der Stoßzeiten geöffnet.
Der ACI warnt, dass das System am 9. Januar weiter ausgeweitet wird, wenn die Pflicht zur biometrischen Erfassung von 15 auf 35 Prozent der berechtigten Reisenden steigt. Bleiben die technischen Probleme bestehen, könnte es zu „systemischen“ Staus kommen, die nicht nur das Passagiererlebnis beeinträchtigen, sondern auch die Sicherheit im gesicherten Bereich gefährden. Fluggesellschaften befürchten, dass verpasste Anschlussflüge zu Entschädigungsforderungen nach der EU-Verordnung EC 261 führen und die ohnehin angespannten Winterflugpläne zusätzlich belasten.
Für Schweizer Unternehmen ist die Botschaft klar: Informieren Sie ausländische Zulieferer und Projektteams, mindestens 45 Minuten mehr für die Einreise einzuplanen und die von Zürich Flughafen veröffentlichten Anleitungsvideos vorab anzuschauen. Mobilitätsmanager sollten zudem sicherstellen, dass VIP-Betreuungsdienste über eine EES-Schnellabfertigungs-Zertifizierung verfügen; einige kleinere Dienstleister warten noch auf die Freigabe durch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.
Langfristig prüfen das Staatssekretariat für Migration (SEM) und die Flughafenbetreiber ein in der Schweiz gehostetes Pre-Registrierungsportal, das Reisenden ermöglichen würde, biometrische Daten vor der Abreise hochzuladen – eine vom ACI unterstützte Lösung, die jedoch EU-weit genehmigt werden muss. Bis solche Verbesserungen umgesetzt sind, sollten Unternehmen, die Talente über Schweizer Drehkreuze bewegen, mit Verzögerungen rechnen und Ankunftszeiten staffeln, um Menschenansammlungen an den neuen elektronischen Kontrollstellen zu vermeiden.
Das EES ersetzt das manuelle Abstempeln von Pässen für Drittstaatsangehörige durch die Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsaufnahmen. Obwohl das Konzept einfach ist, berichten mehrere Flughäfen von Ausfällen der Terminals, Softwarefehlern und Personalmangel. Reisende an den Flughäfen Paris-CDG, Frankfurt und Rom mussten zu Spitzenzeiten mehr als drei Stunden in der Schlange stehen. Während Zürich Kloten und Genf Cointrin bisher größere Verzögerungen vermeiden konnten, geben Schweizer Grenzbeamte zu, dass der Ansturm in der Ferienzeit die neu installierten Kontrollstellen auf die Probe stellt; Notfallspuren mit kantonaler Polizeibeteiligung bleiben während der Stoßzeiten geöffnet.
Der ACI warnt, dass das System am 9. Januar weiter ausgeweitet wird, wenn die Pflicht zur biometrischen Erfassung von 15 auf 35 Prozent der berechtigten Reisenden steigt. Bleiben die technischen Probleme bestehen, könnte es zu „systemischen“ Staus kommen, die nicht nur das Passagiererlebnis beeinträchtigen, sondern auch die Sicherheit im gesicherten Bereich gefährden. Fluggesellschaften befürchten, dass verpasste Anschlussflüge zu Entschädigungsforderungen nach der EU-Verordnung EC 261 führen und die ohnehin angespannten Winterflugpläne zusätzlich belasten.
Für Schweizer Unternehmen ist die Botschaft klar: Informieren Sie ausländische Zulieferer und Projektteams, mindestens 45 Minuten mehr für die Einreise einzuplanen und die von Zürich Flughafen veröffentlichten Anleitungsvideos vorab anzuschauen. Mobilitätsmanager sollten zudem sicherstellen, dass VIP-Betreuungsdienste über eine EES-Schnellabfertigungs-Zertifizierung verfügen; einige kleinere Dienstleister warten noch auf die Freigabe durch das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit.
Langfristig prüfen das Staatssekretariat für Migration (SEM) und die Flughafenbetreiber ein in der Schweiz gehostetes Pre-Registrierungsportal, das Reisenden ermöglichen würde, biometrische Daten vor der Abreise hochzuladen – eine vom ACI unterstützte Lösung, die jedoch EU-weit genehmigt werden muss. Bis solche Verbesserungen umgesetzt sind, sollten Unternehmen, die Talente über Schweizer Drehkreuze bewegen, mit Verzögerungen rechnen und Ankunftszeiten staffeln, um Menschenansammlungen an den neuen elektronischen Kontrollstellen zu vermeiden.
Quelle: The Economic Times
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Schweiz.Mehr von Schweiz
Alle anzeigen
Neue €20 ETIAS-Gebühr bestätigt – Britische Reisende benötigen ab 2027 eine Einreisegenehmigung für die Schweiz
Politiker warnen: Ländliche Kantone könnten bei Annahme der Schweizer Einwanderungsobergrenze von 10 Millionen benachteiligt werden