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Finnland erhöht Gebühren für Einwanderungsverfahren mit Inkrafttreten des Tarifplans 2026

Jan. 3, 2026
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Finnland erhöht Gebühren für Einwanderungsverfahren mit Inkrafttreten des Tarifplans 2026
Der finnische Einwanderungsdienst (Migri) hat das Jahr 2026 mit der größten Erhöhung der Bearbeitungsgebühren für Einwanderungsanträge seit über einem Jahrzehnt begonnen. Ab dem 1. Januar 2026 um 00:00 Uhr steigt die Gebühr für einen elektronischen Antrag auf Daueraufenthalt um 58 Prozent auf 380 €, während die Einreichung in Papierform nun 600 € kostet. Erstanträge für arbeits- und studienbezogene Aufenthaltserlaubnisse erhöhen sich auf 750 € online und 800 € auf Papier, selbst einfache Verlängerungen werden jetzt mit 210 € berechnet. Ausgenommen bleiben nur Anträge auf internationalen Schutz.

Beamte des Innenministeriums erklärten, dass die neue Gebühr darauf abzielt, Migri „kostenneutral“ zu machen, indem ein größerer Anteil der Verwaltungskosten von den Steuerzahlern auf die Antragsteller verlagert wird. Die Antragszahlen sind seit 2024 um fast 30 Prozent zurückgegangen, da sich die finnische Wirtschaft abgekühlt hat, was die durchschnittlichen Kosten pro Fall in die Höhe treibt. Laut dem Jahresbericht 2025 von Migri machen Personalkosten inzwischen 71 Prozent des Budgets der Behörde aus, ein Anteil, den das Ministerium durch Automatisierung und höhere Gebührenerlöse auf 65 Prozent begrenzen möchte.

Finnland erhöht Gebühren für Einwanderungsverfahren mit Inkrafttreten des Tarifplans 2026


Für Arbeitgeber, die auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind, kommen die höheren Gebühren zu den ab dem 8. Januar 2026 geltenden strengeren Zulassungsvoraussetzungen hinzu (längere Aufenthaltsanforderungen und verpflichtende Sprachkenntnisse). Ein einziger Softwareingenieur, der mit Ehepartner und zwei Kindern umzieht, zahlt nun 3.100 € an staatlichen Gebühren für Erstanträge – fast doppelt so viel wie 2025. Multinationale Unternehmen überprüfen bereits ihre Mobilitätsbudgets und könnten mehr Kosten vorziehen (zum Beispiel für Familiengenehmigungen), um im angespannten finnischen Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Unternehmen sollten ihre aktuellen Entsendungen umgehend überprüfen: Anträge, die vor dem Jahreswechsel eingereicht wurden, werden noch nach der alten Gebühr bearbeitet, aber alle Korrekturen, Nachreichungen oder fehlenden Dokumente, die nach dem 1. Januar eingereicht werden, lösen die neue Gebühr aus. Arbeitgeber sollten außerdem die Kostenprognosen für Verlängerungen in den Jahren 2026–27 anpassen, die Änderungen den Entsandten kommunizieren und prüfen, ob die höheren Kosten die Wirtschaftlichkeit von Kurzzeiteinsätzen gegenüber lokaler Einstellung beeinflussen.

Abschließend warnen Einwanderungsberater davor, dass der Gebührensprung zu einem Anstieg von „Do-it-yourself“-Anträgen führen könnte, was das Risiko unvollständiger Anträge und längerer Bearbeitungszeiten erhöht. Personalabteilungen wird empfohlen, die Qualität der Dokumente verstärkt zu prüfen und den mobilen Mitarbeitern klarere Anweisungen zu geben, um teure Ablehnungen zu vermeiden.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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