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Französische Abgeordnete unterstützen 30-Tage-Jahreslimit für Verkehrsstreiks

Jan. 19, 2026
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Französische Abgeordnete unterstützen 30-Tage-Jahreslimit für Verkehrsstreiks
Der Rechtsausschuss der französischen Nationalversammlung sorgte am 17. Januar für Aufsehen bei den mächtigen Verkehrsgewerkschaften des Landes, als er einen Gesetzentwurf verabschiedete, der die Anzahl der Streiktage bei staatlichen Verkehrsunternehmen auf 30 pro Kalenderjahr begrenzt. Der von einer zentristisch-republikanischen Allianz vorangetriebene Entwurf betrifft die SNCF, RATP, Air France-KLM, Aéroports de Paris sowie wichtige Hafenbehörden. Zudem verpflichtet er Management und Gewerkschaften, einen rollierenden „Black-out-Kalender“ zu erstellen, der Spitzenreisezeiten wie Schulferien, Prüfungswochen, globale Fachmessen und internationale Sportveranstaltungen vor Arbeitsniederlegungen schützt.

Hintergrundzahlen verdeutlichen die Bedeutung des Vorstoßes: Trotz bestehender Acht-Tage-Kündigungsfristen und Mindestdienstleistungen im Bahnverkehr gab es allein bei der SNCF im Olympiajahr 62 Streiktage, was geschätzte 400 Millionen Euro Produktivitätsverlust und tausende Umbuchungen von Geschäftsreisenden zur Folge hatte. Die Abgeordneten argumentieren, dass Vorhersehbarkeit für die Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs unerlässlich sei, um nach dem Brexit Investitionen anzuziehen und die Jugend-Winterspiele 2026 auszurichten. Die Gewerkschaften hingegen kritisieren die Obergrenze als „massiven Einschnitt“ in grundlegende soziale Rechte und kündigten bereits eine Beschwerde beim Verfassungsrat an.

Französische Abgeordnete unterstützen 30-Tage-Jahreslimit für Verkehrsstreiks


Für Manager im Bereich globale Mobilität und Reisen haben die Änderungen unmittelbare praktische Folgen. Eine feste Streikquote ermöglicht es Unternehmen, Vorstandssitzungen, Projektstarts und Ankünfte von Entsandten in „geschützten“ Zeitfenstern mit deutlich weniger Notfallplanung zu terminieren. Das Gesetz sieht zudem eine verpflichtende zweiwöchige Vermittlungsphase vor, sobald die 30-Tage-Grenze erreicht ist, was Streitigkeiten eher in Richtung Schlichtung als Streik lenkt – eine willkommene Nachricht für Personalabteilungen, die sonst bei Ausfällen von Pariser U-Bahn oder Fluglotsen oft hektisch nach Hotels und Taxigutscheinen suchen müssen.

Die französische Wirtschaft rechnet bereits mit den Auswirkungen: Der Luftfahrtkonzern Safran gab gegenüber VisaHQ an, jährlich fast zwei Millionen Euro für streikbedingte Störungen auszugeben; man erwartet, dass sich dieser Betrag bei Verabschiedung des Gesetzes halbiert. Multinationale Arbeitgeber werden dazu geraten, die Reise- und Einsatztermine für 2026 jetzt mit dem geplanten Kalender abzugleichen und Service-Level-Klauseln in Umzugs- und Reisemanagementverträge aufzunehmen, die die neue Planbarkeit widerspiegeln.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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