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Europaweite Flugchaos am 21. Januar wirkt sich auf Schweizer Lieferketten aus

Jan. 23, 2026
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Europaweite Flugchaos am 21. Januar wirkt sich auf Schweizer Lieferketten aus
Der Echtzeit-Störungsmonitor von AirHelp bestätigte, dass am 21. Januar 2026 in Europa 1.028 Flüge verspätet waren und 35 gestrichen wurden, wobei die Auswirkungen bis in den Morgen des 22. Januars andauerten. Obwohl die Schweizer Fluggesellschaften nicht im Zentrum der Störungen standen, führten Folgewirkungen an den Flughäfen Frankfurt, Paris-CDG, Mailand-Malpensa und London-Heathrow dazu, dass Hunderte von Passagieren, die nach Zürich und Genf flogen oder dort umstiegen, festsaßen.

Schweizer Spediteure berichten, dass zeitkritische Sendungen aus der Pharma- und Uhrenindustrie ihre Nachtanschlüsse verpassten, was den Einsatz teurer Straßentransporte erforderlich machte. Die Störung fiel mit dem Spitzenaufkommen anreisender Gäste zum WEF zusammen und verschärfte die ohnehin schon hohe Auslastung der Schweizer Flughäfen, die Rekordzahlen an Charter- und Staatsflügen bewältigen mussten.

Europaweite Flugchaos am 21. Januar wirkt sich auf Schweizer Lieferketten aus


Die Ursache der europaweiten Verspätungen ist noch unklar, doch Branchenkreise nennen eine Kombination aus wetterbedingten Umleitungen über Nordeuropa, Personalmangel bei der Flugsicherung und anhaltenden Softwareproblemen auf der Eurocontrol-Netzwerkmanager-Plattform. Nach EU261-Verordnung – die durch das EU-Schweiz-Luftverkehrsabkommen auch in der Schweiz gilt – können berechtigte Passagiere Entschädigungen von bis zu 600 Euro geltend machen, doch viele Geschäftsreisende sind über das Verfahren nicht informiert. Mobilitätsteams sollten daher proaktiv Informationen zu Entschädigungsansprüchen verbreiten und den Einsatz von Abonnementdiensten prüfen, die die Antragsstellung automatisieren.

Aus politischer Sicht erhöht der Vorfall den Druck auf die Schweizer Behörden, die Notfallplanung für die Einführung des Entry/Exit-Systems noch in diesem Jahr zu beschleunigen, da zusätzliche Grenzkontrollzeiten ähnliche Störungen verschärfen könnten. Das Ereignis verdeutlicht zudem die Verwundbarkeit von Just-in-Time-Logistikketten, die auf Hub-and-Spoke-Flugpläne angewiesen sind.
Quelle: AirHelp

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