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Streik in deutschem Autobahntunnel lenkt Schweizer Fracht- und Pendlerverkehr um

Jan. 21, 2026
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Streik in deutschem Autobahntunnel lenkt Schweizer Fracht- und Pendlerverkehr um
Ein 24-stündiger Warnstreik der Autobahn GmbH und der regionalen Straßenbehörden in Deutschland am 20. und 21. Januar führte zur Schließung oder teilweisen Sperrung von mehr als 30 Autobahntunneln und Brücken. Dies verursachte erhebliche Umleitungen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Für Schweizer Exporteure und Umzugsunternehmen verlängerten sich wichtige Nord-Süd-Routen ins Ruhrgebiet und zu den Nordseehäfen um bis zu 70 Kilometer, was die Just-in-Time-Lieferpläne verzögerte und die gesetzlich zulässige Arbeitszeit der Fahrer erhöhte.

Die Gewerkschaft Ver.di fordert eine Lohnerhöhung von sieben Prozent oder pauschal 300 Euro monatlich für niedrigere Gehaltsgruppen. Mit 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH und tausenden weiteren Landesstraßenmitarbeitern im Streik fehlte es in den Tunnel-Leitzentralen an Personal, das laut Sicherheitsvorschriften vorgeschrieben ist. Dies führte zu vollständigen Sperrungen langer Tunnel wie dem Weser-, Elbe- und Rheintunnel. Notfallteams sorgten für eine minimale Überwachung, doch Frachtkonvois und Reisebusse mussten auf Nebenstraßen ausweichen, die für den Schwerlastverkehr ungeeignet sind.

Streik in deutschem Autobahntunnel lenkt Schweizer Fracht- und Pendlerverkehr um


Schweizer Logistikunternehmen, die Pharma- und Maschinenprodukte in Deutschlands Industriezentren transportieren, berichteten von durchschnittlichen Verzögerungen von drei bis fünf Stunden. Kühlketten-Transporteure aktivierten Notfallprotokolle zur Temperaturkontrolle und warnten Kunden vor möglichen Verderbnisrisiken. Mobilitätsmanager Schweizer Konzerne aktualisierten Fahrerinformationen und rieten, zusätzliche Ausweisdokumente mitzuführen, da die deutsche Polizei auf Umleitungsstrecken kurzfristige Kontrollen eingerichtet hatte.

Während Pkw-Fahrer auf dem Weg zu Schweizer Skigebieten über die Autobahnen A5 und A7 südlich von Baden-Württemberg weitgehend unbeeinträchtigt blieben, offenbarte der Streik die Verwundbarkeit der grenzüberschreitenden Lkw-Korridore, die das Schweizer Exportgeschäft stützen. Spediteure in Basel und St. Gallen schätzen, dass jede Tunnelsperrung direkte Mehrkosten von rund 250 bis 400 CHF verursacht, wenn Umwege, Überstunden und höhere Mautgebühren berücksichtigt werden.

Der Streik endete offiziell um 16:00 Uhr MEZ am 21. Januar, doch es wird erwartet, dass sich die Staus bis zum Abendspitzenverkehr fortsetzen, während die Kontrollzentren ihre Überwachungssysteme wieder hochfahren. Ver.di droht bereits mit weiteren Aktionen vor der nächsten Tarifrunde am 6. Februar. Schweizer Verlader werden geraten, alternative Routen über Frankreich oder Österreich bereitzuhalten, Bahn-Frachtkapazitäten auf dem Rhein-Alpen-Korridor vorzubuchen und Pufferbestände in deutschen Verteilzentren anzulegen.
Quelle: Welt / Trafficban.com

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