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China gewährt britischen Staatsbürgern nach dem Gipfeltreffen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visafreie Einreise

Feb. 1, 2026
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China gewährt britischen Staatsbürgern nach dem Gipfeltreffen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visafreie Einreise
Ein Durchbruch bei der Visaliberalisierung krönte den dreitägigen Besuch von Premierminister Sir Keir Starmer in Peking (29.–31. Januar 2026). In einem gemeinsamen Kommuniqué, das am 31. Januar in der Großen Halle des Volkes veröffentlicht wurde, bestätigte Präsident Xi Jinping, dass Inhaber eines regulären britischen Reisepasses künftig bis zu 30 Tage ohne Visum in das chinesische Festland einreisen dürfen, sobald die neue Regelung im Amtsblatt veröffentlicht ist – voraussichtlich vor Beginn der Sommersaison.

1. Kontext und Hintergrund – Das Vereinigte Königreich war bislang von Chinas einseitigen Visafreiheits-Pilotprojekten ausgeschlossen, die Ende 2023 für mehrere EU-Staaten gestartet wurden. Britische Reisende mussten weiterhin umfangreiche Antragsformulare ausfüllen, Fingerabdrücke abgeben und eine Gebühr von 151 Pfund für ein Einreisevisum zahlen, was sowohl Freizeit- als auch Geschäftsreisen hemmte. Nach monatelangen Vorbereitungen konnte London Peking davon überzeugen, dass eine Visafreiheit den bilateralen Handel und den Austausch zwischen den Menschen fördert, ohne die Zahl der Überziehungen signifikant zu erhöhen. Die Änderung fällt zeitlich zusammen mit bilateralen Abkommen über Whisky-Zollsenkungen und einer 10,8-Milliarden-Pfund-Erweiterung von AstraZeneca in China – ein Zeichen für eine breitere Entspannung der Beziehungen.

2. Umfang der Visafreiheit – Die Zugeständnis ist einseitig: Chinesische Staatsbürger benötigen weiterhin ein Visum für das Vereinigte Königreich. Ab Inkrafttreten dürfen britische Staatsangehörige visafrei zu touristischen Zwecken, Geschäftsbesprechungen, Familienbesuchen und Transit einreisen, sofern der Aufenthalt 30 Tage nicht überschreitet und die Gesamtaufenthaltsdauer die chinesische Regel von 90 Tagen innerhalb von 180 Tagen nicht überschreitet. Reisende müssen Nachweise über Weiterreise und Unterkunft vorlegen; Arbeitsaufnahme bleibt ohne entsprechendes Z-Visum oder Arbeitserlaubnis verboten.

China gewährt britischen Staatsbürgern nach dem Gipfeltreffen zwischen Starmer und Xi eine 30-tägige visafreie Einreise


3. Praktische Auswirkungen – a) Mobility-Manager in Unternehmen sollten globale Reisegenehmigungssysteme aktualisieren, um die Ausnahme zu berücksichtigen und Warnhinweise für China-Reisen unter 30 Tagen zu entfernen. b) Fluggesellschaften und Reisebüros müssen ihre Dokumentenprüfungsprozesse anpassen, um fehlerhafte „kein Visum“-Ablehnungen nach Inkrafttreten der Regelung zu vermeiden. c) Mitarbeiter mit bestehenden Ein- oder Zwei-Einreise-Visa können diese bis zum Ablauf weiter nutzen, profitieren werden vor allem Erstreisende. d) Arbeitgeber sollten ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass die Regelung keine legale Arbeitsaufnahme oder bezahlte Dienstleistungen in China erlaubt.

4. Risiken und Beobachtungspunkte – China behält sich das Recht vor, die Visafreiheit einseitig zu widerrufen. Sicherheitsrelevante Bereiche (Verteidigung, Medien, NGOs) können weiterhin mit zusätzlichen Kontrollen rechnen. Das Vereinigte Königreich hat bislang keine Gegenseitigkeit eingeführt, und im Parlament könnte der Druck steigen, chinesischen Wissenschaftlern und Studierenden eine begrenzte Visafazilität anzubieten. Schließlich müssen Nordiren und britisch-irische Doppelstaatsbürger mit einem britischen Pass einreisen, um die Visafreiheit zu nutzen.

Diese Maßnahme ist die bedeutendste Erleichterung der Mobilitätsbeschränkungen zwischen beiden Ländern seit der „Goldenen Ära“ 2015 und wird die Kosten und Planungszeiten für britische Multinationale mit China-Aktivitäten deutlich reduzieren.
Quelle: The Guardian / Times of India / Sky News

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