
Ein Blick in die neu veröffentlichten Migri-Statistiken für 2025 zeigt, dass die Erstanträge auf Aufenthaltserlaubnisse aufgrund von Beschäftigung auf 11.324 zurückgegangen sind – ein Rückgang um ein Viertel gegenüber 2024 und sogar ein Drittel unter dem Vorkrisenniveau. Der Rückgang betrifft alle Bereiche: Die Genehmigungen für Fachkräfte (sogenannte „B“-Erlaubnis) sanken um 26 %, Spezialgenehmigungen, darunter die EU-Blaukarte, blieben mit 1.150 stabil, liegen aber weiterhin unter dem Niveau von 2022; und die Anträge für Saisonarbeiter gingen um 18 % zurück, was auf eine schlechte Ernte zurückzuführen ist.
Arbeitgeber nennen mehrere Gründe für die Entwicklung. Die finnische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr nur um 0,3 %, und Umfragen zum Geschäftsklima zeigen, dass Investitionspläne verschoben werden, bis die Kreditkosten sinken. Gleichzeitig haben strengere Einwanderungsregeln – höhere Mindestlöhne (1.600 €), längere Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung (sechs Jahre) und eine neue Sprachvoraussetzung auf A2-Niveau – die Hürden für die Anwerbung aus dem Ausland erhöht. Einige Personalverantwortliche berichten, dass Bewerber aus Indien und Südostasien inzwischen Dänemark oder Deutschland bevorzugen, wo die Bearbeitungszeiten kürzer und die Einkommensgrenzen niedriger sind.
Der Rückgang zeigt sich bereits in wichtigen Branchenclustern. Das Start-up-Zentrum Maria 01 in Helsinki meldet, dass der Anteil nicht-EU-Gründer mit finnischer Aufenthaltserlaubnis innerhalb eines Jahres von 45 % auf 32 % gefallen ist, während der finnische Hotel- und Gaststättenverband einen Rückgang der Genehmigungen für Köche und Kellner um 22 % verzeichnet, was die Personalknappheit in der Wintersaison Lapplands verschärft. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Finnland könnte vom „einfachen“ zum „schwierigen“ Einstellungsland werden, wenn die Politik nicht nachsteuert.
Als Reaktion darauf hat das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit einen Pilotversuch mit einer „Job-Match-Erlaubnis“ vorgeschlagen, die ein sechsmonatiges Einreisevisum mit Suchrechten für eine Arbeitsstelle kombiniert – ähnlich der deutschen Chancenkarte. Details sind noch spärlich, aber Beamte deuten an, dass der Versuch im vierten Quartal 2026 für ICT- und Green-Tech-Profile starten könnte. Bis dahin wird Unternehmen empfohlen, möglichst das beschleunigte D-Visum (Entscheidung innerhalb von 14 Tagen) zu nutzen und frühzeitig Sprachkurse anzubieten, um zukünftige Anträge auf Daueraufenthalt mit der neuen Sprachprüfung zu erleichtern.
Mobilitätsberater raten zudem, intra-unternehmerische Versetzungen (ICT) zu nutzen, die von einem anderen EU-Staat ausgestellt wurden, um Mitarbeiter bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen nach Finnland zu entsenden, ohne lokale Quoten zu verletzen. Zwar ist dies keine langfristige Lösung, doch solche Umgehungsstrategien könnten der einzige Weg sein, Projekte am Laufen zu halten, bis sich der Arbeitsmarkt entspannt und die politische Bereitschaft zu weiteren Einwanderungsverschärfungen nachlässt.
Arbeitgeber nennen mehrere Gründe für die Entwicklung. Die finnische Wirtschaft wuchs im vergangenen Jahr nur um 0,3 %, und Umfragen zum Geschäftsklima zeigen, dass Investitionspläne verschoben werden, bis die Kreditkosten sinken. Gleichzeitig haben strengere Einwanderungsregeln – höhere Mindestlöhne (1.600 €), längere Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung (sechs Jahre) und eine neue Sprachvoraussetzung auf A2-Niveau – die Hürden für die Anwerbung aus dem Ausland erhöht. Einige Personalverantwortliche berichten, dass Bewerber aus Indien und Südostasien inzwischen Dänemark oder Deutschland bevorzugen, wo die Bearbeitungszeiten kürzer und die Einkommensgrenzen niedriger sind.
Der Rückgang zeigt sich bereits in wichtigen Branchenclustern. Das Start-up-Zentrum Maria 01 in Helsinki meldet, dass der Anteil nicht-EU-Gründer mit finnischer Aufenthaltserlaubnis innerhalb eines Jahres von 45 % auf 32 % gefallen ist, während der finnische Hotel- und Gaststättenverband einen Rückgang der Genehmigungen für Köche und Kellner um 22 % verzeichnet, was die Personalknappheit in der Wintersaison Lapplands verschärft. Für globale Mobilitätsteams ist die Botschaft klar: Finnland könnte vom „einfachen“ zum „schwierigen“ Einstellungsland werden, wenn die Politik nicht nachsteuert.
Als Reaktion darauf hat das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit einen Pilotversuch mit einer „Job-Match-Erlaubnis“ vorgeschlagen, die ein sechsmonatiges Einreisevisum mit Suchrechten für eine Arbeitsstelle kombiniert – ähnlich der deutschen Chancenkarte. Details sind noch spärlich, aber Beamte deuten an, dass der Versuch im vierten Quartal 2026 für ICT- und Green-Tech-Profile starten könnte. Bis dahin wird Unternehmen empfohlen, möglichst das beschleunigte D-Visum (Entscheidung innerhalb von 14 Tagen) zu nutzen und frühzeitig Sprachkurse anzubieten, um zukünftige Anträge auf Daueraufenthalt mit der neuen Sprachprüfung zu erleichtern.
Mobilitätsberater raten zudem, intra-unternehmerische Versetzungen (ICT) zu nutzen, die von einem anderen EU-Staat ausgestellt wurden, um Mitarbeiter bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen nach Finnland zu entsenden, ohne lokale Quoten zu verletzen. Zwar ist dies keine langfristige Lösung, doch solche Umgehungsstrategien könnten der einzige Weg sein, Projekte am Laufen zu halten, bis sich der Arbeitsmarkt entspannt und die politische Bereitschaft zu weiteren Einwanderungsverschärfungen nachlässt.