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Vierstündige Wartezeiten am Flughafen Genf, als das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU in Betrieb geht

Feb. 3, 2026
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Vierstündige Wartezeiten am Flughafen Genf, als das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU in Betrieb geht
Flughafen Genf – Das zweitgrößte internationale Drehkreuz der Schweiz – kämpfte am Montagvormittag mit langen Warteschlangen, die sich durch die gesamte Ankunftshalle zogen. Passagiere aus Nicht-EU-Ländern wurden in eine neue Reihe von Selbstbedienungskiosken geleitet, an denen unter dem EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) Gesichtsaufnahmen und vier Fingerabdrücke erfasst werden. Dieses System, das die Schweiz im Rahmen des Schengen-Abkommens einführen muss, wird seit Oktober schrittweise aktiviert und wurde am 2. Februar in Genf erstmals vollständig getestet.

Während der Flughafen Zürich dank größerer Kapazitäten an den automatischen Grenzkontrollstellen Wartezeiten von 30 bis 40 Minuten meldete, stiegen die Verzögerungen in Genf schnell auf über drei Stunden an und erreichten Spitzenwerte von etwa vier Stunden. Grenzbeamte berichteten lokalen Medien, dass viele Reisende nicht wussten, dass sie Handschuhe, Hüte oder Masken für die biometrische Erfassung ablegen müssen, was die Wartezeiten zusätzlich verlängerte. Fluggesellschaften mussten mehrere Abflüge nach London, Dubai und Istanbul verzögern, da sie auf Anschlussreisende aus der Passkontrolle warteten.

Vierstündige Wartezeiten am Flughafen Genf, als das biometrische Ein- und Ausreisesystem der EU in Betrieb geht


Die Staus stellen einen ersten Belastungstest vor dem europaweiten „Big Bang“ am 10. April 2026 dar, nach dem die manuelle Passstempelung abgeschafft wird. Geschäftsreisende passen bereits ihre Schweizer Reiserichtlinien an: Die meisten empfehlen nun einen Mindestpuffer von drei Stunden zwischen Ankunft und anschließenden Zugterminen und weisen Vielflieger darauf hin, dass spätere Reisen schneller ablaufen sollten, sobald die Fingerabdrücke für drei Jahre gespeichert sind.

Für Mobility-Teams ergeben sich daraus zwei wichtige Erkenntnisse: Erstens sind die Informationen der Fluggesellschaften noch unzureichend – mehrere Langstrecken-Airlines haben ihre Premium-Passagiere nicht rechtzeitig über die neuen Kontrollen informiert. Zweitens sollten Unternehmen, die im Frühjahr Nicht-EU-Mitarbeiter in die Schweiz entsenden, die EES-Anmeldung in ihre Willkommenspakete aufnehmen und längere Umsteigezeiten in ihre Fürsorgepflichten einplanen. Die Schweizer Behörden betonen, dass sich die Abläufe mit zunehmender Erfahrung von Reisenden und Beamten verbessern werden, raten aber dazu, in den ersten Wochen der Einführung mindestens zwei Stunden früher am Flughafen zu sein.
Quelle: Helm News

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