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Kostenlose Gesundheitsversorgung für die meisten erwachsenen ukrainischen Flüchtlinge endet am 5. März – neue Regelungen erklärt

Feb. 25, 2026
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Kostenlose Gesundheitsversorgung für die meisten erwachsenen ukrainischen Flüchtlinge endet am 5. März – neue Regelungen erklärt
Nur wenige Stunden nach der Veröffentlichung des neuen Gesetzes zur Integration von Geflüchteten interviewte die polnische Nachrichtenagentur PAP Rechtsexperten, um das umstrittenste Kapitel – die Gesundheitsversorgung – zu erläutern. Nach dem Sondergesetz hatten alle Ukrainer, die nach dem 24. Februar 2022 die Grenze überschritten, Anspruch auf Leistungen des Nationalen Gesundheitsfonds (NFZ) in gleicher Weise wie polnische Staatsbürger. Dieser umfassende Anspruch entfällt nun. Ab dem 5. März 2026 behalten nur noch Kinder, Jugendliche, Schwangere, Mütter im Wochenbett sowie dokumentierte Opfer von Folter oder Vergewaltigung den automatischen Zugang zum NFZ; andere Erwachsene müssen entweder eine arbeitgeberbasierte Versicherung abschließen, sich in den Versicherungsplan eines Familienmitglieds aufnehmen lassen oder freiwillige Beiträge zahlen (derzeit 665 PLN pro Monat). Dr. Wojciech Rożdżeński von der Rechtsfakultät der Universität Warschau erklärte gegenüber PAP, dass diese Änderung Polen an die EU-Richtlinie zum vorübergehenden Schutz anpasst, die keine unbegrenzten Sozialleistungen vorsieht. Arbeitgeber werden somit zur zentralen Schnittstelle für den Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. Mobility-Manager sollten sicherstellen, dass ukrainische Entsandte schriftliche Arbeitsverträge besitzen und die Personalabteilungen die Beiträge rechtzeitig melden; andernfalls wird der Zugang zu Krankenhäusern und E-Rezepten nach einer 30-tägigen Nachfrist gesperrt. Die Kommunen bereiten sich auf eine erhöhte Nachfrage in lokalen Kliniken vor, da Geflüchtete vor Ablauf der Frist noch Termine wahrnehmen wollen. Der NFZ hat die Einrichtungen angewiesen, PESEL-UKR-Bescheinigungen bis zum 4. März anzuerkennen, die Patienten jedoch darauf hinzuweisen, dass spätere Besuche kostenpflichtig sein könnten. Private Versicherer bieten bereits vergünstigte Gruppenpolicen für internationale Arbeitgeber an, die administrative Verzögerungen befürchten. Die politische Debatte ist heftig: Kritiker warnen vor einer Zweiklassengesellschaft und einer Verlagerung in die Schattenwirtschaft. Die Regierung argumentiert, dass begrenzte Ressourcen gezielt den Schwächsten zugutekommen müssen und eine vollständige Arbeitsmarktintegration von Migranten erfordert, dass sie wie alle anderen ins System einzahlen. Für globale Mobilitätsprogramme lautet der praktische Rat: Versicherungsstatus prüfen, medizinische Untersuchungen möglichst vor dem 4. März planen und mehrsprachige FAQs für Mitarbeitende und Angehörige bereitstellen.
Quelle: Polska Agencja Prasowa (PAP)

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