
Das Statistische Zentralamt (GUS) veröffentlichte am 24. Februar 2026 seinen monatlichen Arbeitsmarktbericht und bestätigte, dass die registrierte Arbeitslosigkeit Ende Januar auf 4,9 Prozent gesunken ist – 0,2 Punkte weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 815.000, mit den niedrigsten Quoten in der Woiwodschaft Großpolen (2,6 %) und den höchsten in Podkarpackie (8,7 %). Für Akteure der globalen Mobilität ist die zentrale Botschaft der Arbeitskräftemangel. Produktionscluster rund um Posen und Schlesien melden eine Vakanzquote, die über den Spitzenwerten vor der Pandemie liegt, insbesondere im Bereich der elektromechanischen Montage und Logistik. Arbeitgeber drängen das Ministerium für Familie und Sozialpolitik, die jährlichen Kontingente für kurzfristige Arbeitserlaubnisse (oświadczenia) für Bürger aus Moldawien, Georgien und den Philippinen zu erhöhen, da das Angebot an ukrainischen Arbeitskräften nach Ablauf des Sondergesetzes im Jahr 2027 knapper werden könnte. Personalberatungen prognostizieren, dass sich die Bearbeitungszeiten für reguläre Arbeitserlaubnisse (zezwolenie A) über den aktuellen Durchschnitt von 12 Wochen hinaus verlängern könnten, falls die regionalen Arbeitsämter Personal für die Umsetzung des voraussichtlich noch in diesem Jahr eingeführten rein digitalen Aufenthaltserlaubnissystems abziehen. Unternehmen werden daher aufgefordert, Anträge für Projekte im dritten Quartal frühzeitig einzureichen und mögliche Überstundenzuschläge einzuplanen. Der Bericht zeigt zudem, dass das reale Lohnwachstum auf 3,1 Prozent im Jahresvergleich zurückgegangen ist, was den Kostendruck bei Auslandseinsätzen, die in Euro abgerechnet werden, teilweise mindert. Dennoch sind die Unterkunftskosten in Warschau im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent gestiegen, was die Argumente für kürzere Rotationsdienste statt dauerhafter Versetzungen stärkt. GUS wird im April eine thematische Studie zu ausländischen Arbeitskräften veröffentlichen; bis dahin können Mobilitätsmanager die aktuellen Daten als Frühwarnung nutzen, dass der Wettbewerb um Talente intensiver wird und längere Vorlaufzeiten für die Einhaltung von Einwanderungsbestimmungen in Projektpläne einbezogen werden müssen.
Quelle: Główny Urząd Statystyczny
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