
Stunden nach dem Start der Operation Epic Fury durch US- und israelische Streitkräfte gegen die iranische Führung am 28. Februar 2026 trat Australiens Nationales Sicherheitskomitee in Canberra zusammen. Außenministerin Penny Wong bestätigte, dass Australien an den Angriffen nicht beteiligt war, verschärfte jedoch umgehend die Reisehinweise für den Nahen Osten und riet Australiern, Israel, Libanon, Bahrain, Kuwait, Katar und die VAE zu meiden. Die späte Berichterstattung der ABC hob die schnelle Reaktion der Fluggesellschaften hervor: Qantas, Emirates und Etihad führten umfangreiche Umwege ein, um den iranischen und kuwaitischen Luftraum zu umgehen, was auf beliebten Geschäftsverbindungen wie Sydney–London bis zu zwei Stunden zusätzliche Flugzeit bedeutet. Geschäftsreiseplattformen wie Concur und Serko meldeten tausende automatisierte Reiseplanänderungen für Abflüge im März. Risikoberater empfehlen multinationalen Unternehmen, ihre Systeme zur Reisendenverfolgung zu überprüfen. Nach Australiens einheitlichen Arbeitsschutzgesetzen müssen Arbeitgeber „vernünftige und zumutbare“ Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitern auf internationalen Einsätzen ergreifen; Verstöße können mit hohen Strafen geahndet werden. Die Kanzlei MinterEllison weist auf weltweit zunehmende Klagen wegen unzureichender Fürsorgepflicht während der Pandemie 2020–22 hin und warnt Vorstände davor, diese Fehler in einem militärischen Konflikt zu wiederholen. Auch die Versicherungsbranche steht im Fokus: Die meisten Firmenpolicen schließen Ansprüche aus, die aus offiziell als Kriegsgebiete eingestuften Regionen resultieren, sobald die Regierung eine „Nicht-Reisen“-Warnung ausspricht. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter in sicherere Zentren wie Maskat oder Istanbul verlegen, müssen klären, ob Evakuierungskosten gedeckt sind oder Rücklagen bilden. Mittelfristig prognostizieren Luftfahrtexperten höhere Preise für Flüge auf der Känguru-Route, da Airlines durch längere Umwege mehr Treibstoff verbrauchen und sich gegen regionale Unsicherheiten absichern. Reiseverantwortliche sollten Budgets anpassen und prüfen, ob einige Geschäftsreisen durch virtuelle Meetings oder über alternative Drehkreuze außerhalb der betroffenen Luftkorridore ersetzt werden können.
Quelle: ABC News