
Das elektronische Reisegenehmigungssystem (ETA) des Vereinigten Königreichs wurde am 25. Februar vollständig eingeführt, und bereits am Montag, den 2. März, waren die Auswirkungen an Check-in-Schaltern von Fluggesellschaften weltweit spürbar. Fluggesellschaften wurden angewiesen, Passagieren ohne Visum, die keine gültige ETA, eVisa oder andere digitale Reisegenehmigung vorweisen können, das Boarding zu verweigern. Mehrere Airlines bestätigten gegenüber Branchenverbänden, dass am Wochenende Hunderte von Passagieren die Reise verweigert wurde, da die Abflugkontrollsysteme mit dem Permission-to-Travel-Service des Innenministeriums synchronisiert wurden. Gemeinschaftsorganisationen, darunter die North London Chinese Association, veröffentlichten am 2. März detaillierte Passagierhinweise und erinnerten daran, dass die derzeitige Gebühr von 16 Pfund voraussichtlich noch in diesem Jahr auf 20 Pfund steigen wird. Die Vereinigung unterstützte die Empfehlung des Innenministeriums, dass Doppelstaatsangehörige mit britischem Pass reisen oder eine ETA für ihr ausländisches Reisedokument beantragen sollten, um Last-Minute-Probleme zu vermeiden. Offiziellen Zahlen zufolge wurden bereits mehr als 19 Millionen ETAs ausgestellt, und das System hat Einnahmen von 383 Millionen Pfund generiert, die in die Modernisierung der Grenzkontrollen reinvestiert werden. Für Manager der Unternehmensmobilität ist die Botschaft klar: Die Vorabgenehmigung wurde ins Ausland verlagert. Unternehmen müssen sicherstellen, dass Entsandte, besuchende Führungskräfte und Touristen mindestens drei Arbeitstage vor Abflug eine ETA beantragen. Eine Boarding-Verweigerung gilt in den meisten Firmenreisekostenrichtlinien als „No-Show“ und kann zusätzliche Kosten auslösen. Arbeitgeber sollten zudem ihre Reisekostenrichtlinien aktualisieren, um darauf hinzuweisen, dass Fluggesellschaften abgelaufene britische Pässe von Doppelstaatsbürgern ablehnen können und dass Berechtigungsnachweise nun ausschließlich digital vorliegen. Reisebüros berichten, dass automatisierte Vorabgenehmigungstools um ein ETA-Feld ergänzt werden, während einige Anbieter globaler Vertriebssysteme API-Schnittstellen entwickeln, um den ETA-Status bereits bei der Buchung zu überprüfen. Einwanderungsberater warnen, dass Passagiere, die ihren Pass wechseln oder online erneuern, ihre ETA im UKVI-Konto neu verknüpfen müssen, um Abweichungen am Gate zu vermeiden. Obwohl die Gebührenerhöhung noch nicht terminiert ist, fordern Branchenvertreter, darunter die IATA, eine rechtzeitige Ankündigung, damit die Reisebudgets für das Geschäftsjahr 2026/27 angepasst werden können. Bis dahin sollten Unternehmen die neue Compliance-Anforderung für alle Besucher ohne Visum, einschließlich Transitpassagiere im britischen Luftsicherheitsbereich, berücksichtigen.
Quelle: North London Chinese Association
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